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A k u p r e s s u r

Definition
Akupressur und Akupunktur sind sanfte chinesische Heilmethoden, die dazu dienen, den Energiefluss im menschlichen Körper anzuregen und somit seine Selbstheilungskräfte zu stärken:

Durch das Drücken (Akupressur) oder das Nadeln (Akupunktur) bestimmter Körperpunkte -  den „Knotenpunkten“ in den Energiebahnen des Körpers – kommen gestaute Energien wieder zum Fließen, das Kräftegleichgewicht im Organismus w
ird wieder hergestellt.


Entwicklung

Die Geschichte von Akupressur und Akupunktur ist seit etwa 5000 Jahren durch archäologische Funde dokumentiert. Aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus sind Aufzeichnungen erhalten, die im Prinzip auch heute noch Gültigkeit haben. Die Systematisierung der Energiepunkte und die Behandlungsmethoden zur Lenkung der Energien wurden im wesentlichen beibehalten.

Der sagenumwobene „Gelbe Kaiser“ von China (Huang Ti; 2698-2598 vor unserer Zeitrechnung) hat das damalige Wissen um die Wirkungen der Energien im menschlichen Körper in ein System gebracht, mit dessen Hilfe wir heute noch arbeiten.

Chinas Geschichte und seine Kultur hatten für uns Europäer lange Zeit viel Geheimnisvolles, Mystisches an sich. Erst im 17. Jahrhundert berichteten nach Europa zurückkehrende Missionare ausführlich über die chinesische Kultur. Jene von ihnen, die europäische Kranke mit chinesischen Heilmethoden behandelten – beispielsweise mit Fingerdruck, Massage oder Nadelung, nahm man nicht ernst.

Erst im Jahre 1939 schrieb der französische Diplomat Soulié de Morant, der einige Zeit in China gelebt hatte, ein Werk  über die Akupunktur, in dem diese Heilmethode zum ersten Mal in Europa als hoch entwickeltes Behandlungsverfahren dargestellt wurde.

Die größten Schwierigkeiten bei der Übernahme von Akupunktur und Akupressur in Europa entstanden aufgrund der mit dieser Heilkunde verbundenen Betrachtungsweise, die infolge der großen kulturellen Bedeutungsunterschiede als Mystik missverstanden wurde. Auch Sprachprobleme und Übersetzungsfehler trugen dazu bei, dass beide Heilmethoden mit großer Skepsis betrachtet wurden.

Heute ist die chinesische Heilkunde eine gelungene Verbindung vom moderner Medizin und traditioneller Heilkunde.


Grundlagen und Wirkungsweise

Die Grundlagen der Akupressur decken sich mit denen der Akupunktur. Akupunktur ist aus der Akupressur heraus entstanden.

Akupressur und Akupunktur beruhen weder auf Suggestion noch auf einem Placebo-Effekt.

Grundlage der chinesischen Heilkunst ist die Auffassung, dass nicht das reibungslose Funktionieren von Organen, Knochen, Muskeln und Nerven für die Gesundheit wichtig ist, sondern das freie und ungehinderte Fließen der Lebensenergie (Chi). Diese Energie zirkuliert in geschlossenen Bahnen im Körper und an der Körperoberfläche. Zu einer Gesundheitsstörung oder einer Krankheit kommt es durch die Schwächung oder die Blockade dieses Energieflusses – wenn nämlich ein Element der polaren Lebenskräfte über längere Zeit die Ober-hand gewinnt und so der harmonische Ausgleich nicht mehr erreicht wird. Die Gründe für solche Störungen reichen von klimatischen Einflüssen über Verletzungen bis zu falscher Ernährung oder dauernder Überforderung.

Ziel von Akupressur/Akupunktur ist es, über bestimmte Punkte auf den Energiebahnen, Störungen des Energieflusses zu beheben.

Dort, wo ein Energiestau ist, wird Energie abgeleitet und dort, wo Energie fehlt, wird sie zugeführt. Die körperlichen Symptome, obwohl Orientierung bei der Behandlung, sind lediglich ein Hinweis darauf, welche Energiebahnen im Körper gestört sein könnten.

Die Akupressur kommt, im Gegensatz zur Akupunktur, mit relativ wenigen Punkten aus, die in der Regel mit der Kuppe des Zeige- oder Mittelfingers bzw. des Daumens akupressiert werden. Die verschiedenen Punkte lösen unterschiedliche Reaktionen aus. Der Energiesituation des Körpers und dem damit verbundenen Beschwerdebild werden Punkte mit beruhigender, dämpfender (sedierender) oder aktivierender, belebender, aufbauender (tonisierender) Wirkung gereizt.


Indikationen

  • wenn Ursachen in Störung/Ungleichgewicht der Lebenskräfte zu suchen sind
  • allgemeine Beruhigung + Steigerung des Wohlbefindens
  • Überbrückung in Notfällen (bis ärztliche Hilfe verfügbar ist)
  • Gesundheitsvorsorge
  • Harmonisierung und Spannungsausgleich + Harmonisierung des körpereigenen Energiehaushaltes
  • ausgleichende Wirkung auf Fehlfunktionen des Nervensystems

 

Indikationen sind z. B. Angstzustände, Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, Bauchschmerzen, Beinschmerzen, Bettnässen, Blasenstörungen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, Durchfall, Ellbogenschmerzen, Erkältungen, Gallenblasenfunktionsstörungen, Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, Hämorrhoiden, Husten, Ischias, Hexenschuss, Knieschmerzen, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Stirnkopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen, Menstruationsbeschwerden, Müdigkeit, Nasenbluten, Nebenhöhlenentzündung, Nervosität, Nikotinabhängigkeit, Prostatabeschwerden, Reisekrankheit, Seekrankheit, rheumatische Beschwerden, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schmerzen als Krankheitsbild, Schnupfen, Heuschnupfen, Sexualstörungen, Stottern, Übergewicht, vegetative Störungen, vegetative Dystonie, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Wirbelsäulenprobleme, Zahnschmerzen.

 

Kontraindikationen

  • schwere organische Herz- und Kreislauferkrankungen
  • lokale Hautveränderungen im Bereich der Behandlungspunkte (z. B. Flechten, Pilzinfektionen, Eiterungen
  • Schwangerschaft (einige Punkte sollten nicht akupressiert/akupunktiert werden)
  • große Müdigkeit unmittelbar nach dem Essen oder Alkoholgenuss
  • Zeitdruck


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A k u p u n k t - M a s s a g e   n a c h   P e n z e l   ( A P M )


Definition

Die Akupunkt-Massage nach Penzel (APM) ist eine spezielle Behandlung der Meridiane bzw. Energieleitbahnen des Körpers mittels eines Massagestäbchens. Ziel der Behandlung ist es, das energetische Gleichgewicht des Körpers herzustellen und dadurch die Selbstheilungskräfte zu aktivieren bzw. zu unterstützen.


Entwicklung

Willi Penzel (1917-1985) entwickelte die Akupunkt-Massage auf den Grundlagen der Akupunktur. Er benutzte jedoch keine Nadeln zu Behandlung bestimmter Akupunkturpunkte, sondern ein Massagestäbchen, mit dem die Meridiane behandelt werden.


Grundlagen und Wirkungsweise

Meridiane sind, nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), genau festgelegte Bahnen im Organismus, auf denen die Lebensenergie zirkuliert, die alle Funktionen des Körpers beeinflusst.

Die Hauptenergieleitbahnen sind 12 Ying-Meridiane sowie 12 Yang-Meridiane und zwei übergeordnete Gefäße.

Die jeweils 6 Yin- und 6 Yang-Meridiane einer Körperseite bilden deren Energiekreislauf. Die Meridiane stehen untereinander und mit allen Organen, die sie durchfließen, in Wechselbeziehungen.

Beim Gesunden zirkuliert die körpereigene Energie gleichmäßig und harmonisch entlang der Meridiane. Wenn dieser Energiefluss gestört ist - z. B. durch Narben, die den Energiefluss unterbrechen - kommt es, nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin - zwangsläufig zu Fehlfunktionen des Organismus.

Durch die Akupunkt-Massage wird die Energie mittels eines Massage-Stäbchens aus Gebieten mit Energieüberschuss in Gebiete mit einem Energiemangel geleitet, was dazu beiträgt, den Energiehaushalt des Körpers auszubalancieren und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren.

                                        

Indikationen

  • funktionelle Störungen (Bewegungsapparat, Atmungs-, Hormon-, Kreislauf-, Nerven-, Verdauungs-, und Urogenitalsystem = Niere + Blase)
  • Narben (zur Störfeldbeseitigung)
  • Gesunderhaltung
  •  Vorbeugung von Krankheiten
  • Schmerzzustände
  • (Sind keinerlei Hinweise auf die Schmerzursache feststellbar, kann die Akupunkt-Massage bei Beschwerden hilfreich sein, wie: Gelenkbeschwerden, Ischialgien, Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien, rheumatische Beschwerden, Rückenschmerzen, chronische Schmerzen, Trigeminusschmerzen)

Kontraindikationen

  • Erkrankungen, die eine andere Behandlung erfordern (z. B. Operation, Substitution)
  • Epilepsie
  • Infektionskrankheiten
  • erstes Drittel der Schwangerschaft
  • komplizierte Schwangerschaft

 

 

A r o m a t h e r a p i e

 

Definition:

Aroma kommt aus dem Griechischen und heißt „Wohlgeruch“ durch flüchtige, ätherische Öle.

Aromaöle bieten in der Naturheilpraxis ein breites Einsatzgebiet: Als Duftöle im Raum verteilt können sie eingeatmet, als Tropfen eingenommen oder auch als Bäder, Einreibungen und Massageöle über die Haut aufgenommen werden. Je nach Kultur wurden die Aromaöle durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung, Enfleurage (Gewinnung durch Fette, meist Schweinefett) oder chemische Lösungsmittel gewonnen.

 

Entwicklung:

Zeugnisse für die Geschichte der Aromatherapie kann man in überlieferten Schriften der Ägypter (zum Heilen, für Kosmetik, zur Mumifizierung), der Ayurvedamedizin der Inder, bei den Römern (zum Heilen, zur Pflege), in der Zeit vor Christi oder auch im Mittelalter („Riechfläschchen“) bis in unsere heutige Zeit (Weihrauch und Myrrhe in den Kirchen) zurückverfolgen. Einige dieser Anwendungen, die zum Teil auf mythologischen Überlieferungen beruhen, konnten inzwischen wissenschaftlich bestätigt werden, z. B. die Hustenlinderung durch Inhalieren von Muskatöl, Thujaöl oder Zitronenöl.

 

Grundlagen und Wirkungsweise:

Dass Gerüche von Essen uns das Wasser im Munde zerlaufen lassen und die Verdauungssekrete im Körper aktivieren, ist jedem hinlänglich bekannt; ebenso, dass Gerüche Erinnerungen wachrufen können, die in uns sowohl positive als auch negative Gefühle auslösen. Die ganze Palette der Parfüme und ihre Wirkungen zielen darauf ab, uns heiter, selbstsicher und „anziehend“ (Moschus) zu machen und zu fühlen.

Die Aromata gelangen vom Riechzentrum der Nasenschleimhaut über Riechnerven ins Riechhirn. Dies ist Teil des limbischen Systems, das auch gerne als „emotionaler Gehirnteil“ bezeichnet wird, da er bei dem Zustandekommen von Gefühlen eine wichtige Rolle spielt. Dies erklärt, dass durch die Aufnahme von Duftstoffen die Gefühlslage eines Menschen verändert werden kann.

Genau hier setzt die Aromatherapie ein, indem sie durch eine Änderung der Gefühlslage die Selbstheilungskräfte des Menschen aktiviert. So kann man beispielsweise einen mutlosen Menschen seelisch stärken.

Eine Aromatherapie kann begleitend zu vielen medizinischen und naturheilkundlichen Therapien eingesetzt werden.

 

Indikationen:

Einatmen von Aromaölen           

  • Erfrischen der Raumluft
  • Reinigen der Raumluft bei Krankheiten
  • Insektenabwehr
  • Konzentrationssteigerung
  • allgemeine Beruhigung
  • Depressionen, Angstgefühle, mangelndes Selbstvertrauen
  • Schlafstörungen
  • nervöse Anspannung
  • Hysterie
  • geistige Erschöpfung
  • Erkältung
  • Bronchitis
  • Kopfschmerzen
  • beginnende Migräne
  • vor Prüfungen + während des Lernens
  • zur Steigerung der Konzentration
  • bei sexueller Unausgeglichenheit, Frigidität, Impotenz, Eifersucht


Bäder mit Aromaölen                

  • zum Beruhigen und Entspannen
  • zur Kreislaufanregung
  • zur Stoffwechselanregung

Massagen mit Aromaölen          

  • Krampfadern
  • Arthritis
  • Gicht
  • Rheuma
  • Muskelverspannungen

Einreibungen mit Aromaölen       

  • bei Zellulite
  • bei Fußpilz
  • bei Warzen

 

Kontraindikationen:

Toxizität        -> Vorsicht während der Schwangerschaft, bei Kindern, bei Epilepsie und bei bestehendem Bluthochdruck im
                       Umgang mit Anis, Kampfer, Fenchel, Muskat, Nelke, Salbei, Ysop, Zeder, Zimt und Zitrone!

Allergien       -> Menthol, Eukalyptus und Kampfer dürfen bei Kleinkindern nicht im Gesicht oder als konzentrierte Inhalation
                       angewendet werden, da dies zu einem Kehlkopfkrampf und zu Atemnot führen kann.


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A u r a – S o m a - T h e r a p i e


Definition

Aura-Soma = Heilen mit Licht und Farben.


Entwicklung

Aura-Soma besteht aus Elementen, die uns die  Natur zur Verfügung stellt – Pflanzenfarben, pflanzliche Öle, ätherische Öle, Wasser, Pflanzenessenzen und Edelsteinenergien. Die einzelnen Substanzen kannten schon die alten Kulturen in Ägypten, China und Griechenland als Heilmittel.

Die englische Apothekerin Vicky Wall mischte im Jahre 1983 in ihrem Labor jene Öle, die uns heute in ihrer Ästhetik und farbigen Brillanz faszinieren. Sie entwickelte mit der Zeit ein umfassendes System aus Ölen, Pomandern und Quintessenzen, das nach ihrem Tod im Jahre 1991 von ihrem Nachfolger Mike Booth weitergeführt wird. So wächst Aura-Soma immer weiter, und es werden immer neue Öle „geboren“, die ganzheitlich harmonisierend auf Körper (griechisch = soma), Geist und Seele (lateinisch: aura = das, was den Körper umgibt, seine besondere Ausstrahlung) wirken.


Grundlagen und Wirkungsweise

Unser Wohlbefinden hängt von der Ausgewogenheit unserer Energiezentren ab.

Die Aura-Soma-Therapie zeigt, wie innere Blockaden und Störungen in diesem Bereich gelöst werden können.

Durch die individuelle Farbauswahl aus den verschiedenen Aura-Soma-Substanzen können Sie sich besser kennen lernen. Ihr Potential und Ihre Fähigkeiten werden Ihnen bewusst gemacht, ebenso wie eventuelle Hindernisse, die dem vollen Ausdruck Ihrer Persönlichkeit entgegenwirken. Sie können Ihre gegenwärtige Situation klarer einschätzen und lernen, jene Möglichkeiten  zu erkennen, die Ihnen in Zukunft weiterhelfen.

Das Aura-Soma-System stellt eine kombinierte Anwendung der Öle mit Bereichen aus der Körper- und Fußreflexzonenmassage, Gymnastik, Atemarbeit, Edelsteintherapie, Entspannung und Affirmation dar, die Ihnen behilflich sein können auf Ihrem Weg, ganzheitlich gesund zu bleiben.

 

Indikationen

  • innere Blockaden lösen
  • die eigene Persönlichkeit entdecken
  • heilende Energien nützen

 

Kontraindikationen

keine


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A u t o g e n e s   T r a i n i n g


Definition.

Das Autogene Training ist ein Verfahren der Selbstentspannung durch Konzentration auf autosuggestive Formeln.

Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet autos = aus dem Selbst entstehendes + genos = Üben.

Es wird von der Voraussetzung ausgegangen, dass der Organismus durch geistige Schulung beruhigend beeinflusst werden kann.

 

Entwicklung

Der Nervenarzt Prof. J.H. Schultz entwickelte diese Technik im ersten Weltkrieg zur Überwindung seiner Angst.

Entstanden ist das Autogene Training aus der Hypnose, wobei bei beiden Techniken ein Gefühl der Schwere und Wärme erlebt wird.

Das Schweregefühl wird durch das Entspannen der Muskulatur, das Wärmeempfinden durch eine Gefäßerweiterung erreicht.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Zur Beeinflussung und somit zur Regulierung des Organismus gelangt man durch konzentrative Einstellung zum eigenen Körper.

Das Autogene Training verlangt ein hohes Maß an Konzentration und innerer Hingabe an bestimmte, genau vorgegebene Übungsformeln, die das Ziel verfolgen, sich innerlich zu lösen und zu versenken.

Die auszuführenden Übungen sprechen die folgenden sechs Regionen des eigenen Körpers an:

Muskulatur - Blutgefäße- Herz - Atmung - Bauchorgane - Kopf.


Kopf.-> Bauchorgane

Indikationen

  • Erholung
  • Entspannun
  • Gesundun
  • Selbstbeherrschung
  • Selbstbestimmun
  • Leistungssteigerung
  • Schmerzlinderung


Kontraindikationen

  • schwere Angstneurosen
  • schwere Selbstwertprobleme
  • Hypochondrie
  • schwere Depressionen
  • Selbstmordgedanken



B a c h – B l ü t e n t h e r a p i e


Definition:

Die Blütentherapie wurde von Eduard Bach entwickelt. Er fand heraus, dass bestimmte Seelenzustände mit bestimmten Pflanzenblüten korrespondieren. Im Laufe seiner Forschungsarbeit fand er 38 Blüten, die zur Behandlung negativer Gemütszustände geeignet sind. Diese Blüten werden in genau beschriebener Weise mit Quellwasser aufbereitet.


Entwicklung:

Der englische Arzt Eduard Bach beschäftigte sich besonders mit der Erforschung der menschlichen Darmflora. Dabei entdeckte er, dass sich bei bestimmten Gefühlszuständen die Darmflora der Betroffenen in einer charakteristischen Weise veränderte. So war die Darmflora eines ängstlichen Patienten immer die gleiche, egal ob es sich um einen Gallenkranken, einen Lungenkranken oder um einen Patienten mit einem Bruch handelte. Alle Patienten, die also unter demselben emotionalen Problem litten, hatten ihre Darmflora in der gleichen Weise verändert.

Bis zu seinem Tode im Jahr 1936 fand Eduard Bach 38 Blütenessenzen, wobei er die Mittel an sich selbst erprobte. Er musste die negativen Seelenzustände am eigenen Körper durchleben, um dann die dagegen wirksame Heilpflanze finden  zu können. Hatte er die richtige Blüte gefunden, fühlte er sich vom Leiden befreit.


Grundlagen und Wirkungsweise:

Eduard Bach teilte die von ihm gefundenen Blüten in sieben Hauptgruppen ein:

  1. Für diejenigen, die Angst haben
  2. Für diejenigen, die an Unsicherheit leiden.
  3. Für diejenigen, die ein ungenügendes Interesse für Gegenwartssituationen haben.
  4. Für diejenigen, die einsam sind.
  5. Für diejenigen, die gegenüber Einflüssen und Ideen überempfindlich sind.
  6. Für diejenigen, die unter Mutlosigkeit und Verzweiflung leiden.
  7. Für diejenigen, die um das Wohl anderer allzu besorgt sind.

Bach geht davon aus, dass allen Krankheiten die eigenen Unzulänglichkeiten wie beispielsweise Ungeduld, Ängste, Habsucht und ähnliches zugrunde liegen. Deshalb schenkte er zunächst den einzelnen Krankheitssymptomen keine Beachtung, sondern therapiert die Psyche nach ganzheitlichen Gesichtspunkten.

Dies bedeutet aber nicht, dass nicht auch auf der körperlichen Ebene mit entsprechenden Mitteln behandelt werden darf.  Im Gegenteil: Bach selbst weist ausdrücklich darauf hin, dass seine Heilmittel bei Selbstbehandlung auf keinen Fall den Therapeuten ersetzen.


Herstellung der Blütenessenzen:

Für die Herstellung der Blütenessenzen gibt es klare Anweisungen:

  • Die Betreffenden Blüten oder Blätter müssen in ihrem Ursprungsgebiet gepflückt werden.
  • Dann wird eine Glas- oder Kristallschale mit Quellwasser gefüllt und die frisch gepflückten Pflanzenteile werden darauf gelegt.
  • Diese Schale wird nun 3 – 4 Stunden in die Sonne gestellt. Je intensiver die Sonne strahlt, desto besser, da die Sonnenstrahlen die Heilwirkung der Pflanzen auf das Wasser  übertragen.
  • Manche Pflanzen werden auch durch die Kochmethode verarbeitet. Dabei wird die Kraft der Sonne durch das Feuer des Ofens ersetzt.
  • Das so hergestellte Heilmittel wird als Basismittel (stock bottle) bezeichnet.
  • Das Mittel zum Einnehmen wird gewonnen, indem ein Tropfen des Basismittels in ein 10 ml-Fläschchen gegeben wird, das zu ¾ mit Quellwasser und zu ¼ mit Alkohol aufgefüllt wird.


Einnahme:

Von dem so hergestellten Mittel werden viermal täglich vier Tropfen eingenommen, indem sich der Patient das Mittel direkt auf die Zunge tropft:

  1. Morgens direkt nach dem Aufstehen
  2. Mittags vor dem Mittagessen
  3. Nachmittags ca. 17 Uhr auf nüchternen Magen
  4. Abends unmittelbar vor dem Zubettgehen.

Faustregel für die Einnahmedauer:
Jedes Jahr für das Erwerben eines Gemütszustandes benötigt ca. 1 Monat regelmäßige Einnahme von Bach-Blüten zu dessen Abbau.


 Kontraindikationen:

- Alkoholiker dürfen die Bach-Blüten nicht mit Alkohol konservieren




B e s p r e c h e n


Seit Jahrtausenden werden Krankheiten von weisen Frauen und Medizinmännern aller Kulturen durch heilige Gebete geheilt.

Das Besprechen von Warzen und Gürtelrosen ist nur ein ganz kleiner Teil der Kunst des Besprechens, die von Generation zu Generation fast ausschließlich in mündlicher Form weitergegeben wurde und wird.

Nachfolgend eine Übersicht für Anwendungsgebiete, bei denen das Besprechen positiv auf die Selbstheilungskräfte eines Erkrankten einwirken und somit zu dessen Heilwerden beitragen kann:

  • Akne
  • Allergien
  • Alpträume
  • Angina pectoris
  • Angstzustände
  • Bandscheibenbeschwerden
  • Bauchwassersucht
  • Bienenstiche
  • Blutungen stillen
  • Depressionen
  • Entgiftung des Körpers
  • Epilepsie
  • Erfrierungen
  • Fieber (zu hohes)
  • Flechten
  • Frauenleiden (von Brustbeschwerden bis Zyste)
  • Furunkel
  • Heilung von Knochenbrüchen (beschleunigte)
  • Herpes (Gürtelrose, Gesichtsrose, Lippenherpes, Genitalherpes, Windpocken, Pfeiffersches Drüsenfieber)
  • Herzrasen, Herzangst, Herzinsuffizienz
  • Hexenschuss
  • Hustenreiz bei Bronchitis + Asthma
  • Juckreiz
  • Lymphstau
  • Medikamentenunverträglichkeit
  • Menstruationsbeschwerden regulieren
  • Migräne
  • Morbus Bechterew
  • Morbus Scheuermann
  • Myome
  • Nervenschmerzen
  • Nesselsucht
  • Neurodermitis
  • Ödeme
  • Parkinson
  • Psychosen
  • Raumfordernde Prozesse (Tumore, Myome, Zysten, Geschwüre)
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzzustände (akute + chronische)
  • Schmerzen/Entzündungen im Bereich der Haut + Gelenke (Neurodermitis, Arthritis, Nebenhöhlenentzündung)
  • Schuppenflechte
  • Schutz (vor Dämonen / negativen Energien)
  • Sonnenbrand
  • Trauer(bewältigung)
  • Trichterbrust
  • Übersäuerung des Blutes (Diabetes, Rheuma, Gicht, Neuralgien, Arthritis)
  • Untertemperatur
  • Venenentzündung
  • Verbrennungen
  • Warzen (Hand-, Dorn-, Feigwarzen)
  • Wespenstiche
  • Wirbelsäulenprobleme/schmerzen
  • Wohlfühlen unterstützen
  • Wundheilung
  • Wundrose
  • Zysten
  • Wundschmerzen


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C r a n i o s a c r a l e   T h e r a p i e


Siehe: www. cranio-4-you.de


Definition

Craniosacrale Therapie ermöglicht durch sanfte Berührungen das freie Fließen des Liquors (Gehirnwassers) innerhalb des  Craniosacralen Systems (Cranium = Schädel, Sacrum =  Kreuzbein). Der Liquor dient der Ernährung, Entgiftung und Pufferung des Gehirns.

Wenn die freie Beweglichkeit der Wirbelsäule oder der Schädelknochen durch Restriktionen oder Blockaden eingeschränkt ist, kann der Liquor nicht frei pulsieren. Es kommt zu Störungen im Craniosacralen System, eine umfassende Symptomatik kann sich entwickeln.

 

Entwicklung

Entdeckt wurde die Craniosacral-Therapie vom amerikanischen Arzt und Osteopathen (Osteopathie = Lehre vom Bau der Knochen) William Garner Sutherland (1873 - 1954). Er war überzeugt, dass die Auffassung der traditionellen Schulmedizin, den Schädel als starres, unbewegliches Knochengebilde zu betrachten, nicht richtig sei. Er bewies schließlich, dass der menschliche Schädel aus einem dynamischen System von Schädelplatten besteht. Diese bewegen sich, in harmonischem Zustand, in einem bestimmten Rhythmus von Ausdehnung und Zusammenziehen. In Selbstversuchen, in denen Sutherland bei sich die verschiedenen Schädelknochen fixierte, stellte er gravierende physische und psychische Veränderungen fest.

Viele Jahre später wurden die bis dahin weitgehend unbeachtet gebliebenen Forschungen und Beobachtungen Dr. Sutherlands von dem Chirurgen Dr. John E. Upledger wieder aufgenommen. 1970 assistierte Dr. Upledger bei einer Operation an der Dura mater und wurde so auf den „Craniosacralen Rhythmus“ aufmerksam. Zwei Jahre später entdeckte er in einem Seminar die Untersuchungen von Dr. Sutherland und forschte auf diesem Gebiet weiter. Er entdeckte die Rolle der Hirnhäute und des Bindegewebes in diesem System und entwickelte das therapeutische Konzept der „Craniosacral-Therapie“. Um seine Ergebnisse zu dokumentieren, veröffentlichte Dr. Upledger mehrere Bücher. Er arbeitet und lehrt heute erfolgreich als Craniosacral-Therapeut und Osteopath.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Die Craniosacrale-Therapie ist eine Heilweise, bei der der Therapeut den Klienten sanft mit den Händen berührt und dabei einen für den Patienen sehr angenehmen Zustand tiefer, regenerierender Entspannung erreicht. In diesem Zustand ist es dem Therapeuten besonders gut möglich, den Craniosacralen Rhythmus des Klienten zu erspüren, seine Qualität zu beurteilen und Korrekturen durch Druckausübung von ca. 6 Gramm (ein Standardbrief der Bundespost darf bis 20 Gramm wiegen) auf bestimmte Bereiche des Körpers, besonders an den Schädelknochen, vorzunehmen. Durch diese Korrekturen die sich im Körper fortsetzen, kommt es im Erfolgsfall zur Freisetzung von Blockaden in der Skelettstruktur. Durch die enge, funktionelle Verbindung mit den Muskeln, Sehnen und Bändern, die diese bewegen und dem alle Knochen, Muskeln, Organe usw. umgebenden Gewebe (Faszien), breitet sich die Einwirkung weiter aus. Die Wiederherstellung der gesunden Ausrichtung der Knochen bewirkt eine Entspannung im Muskel- und Gewebebereich, der sich auf Dauer verkrampft hat, um die Fehlstellung der Knochen zu tragen. Blockaden in Knochenstellungen und Verspannungen in Muskeln und Gewebe können freigesetzt werden. Alte Zellerinnerungen und Traumata haben die Gelegenheit, sich zu lösen. Stoffwechselprozesse können ebenso in Gang kommen, wie eine verbesserte Durchblutung und Ernährung aller Körpergewebe.Eine größere Beweglich- keit der Faszien (knöcherne Strukturen) und der Gelenke kann erreicht werden, wodurch sich beim Klienten ein Gefühl von Leichtigkeit, Freiheit und Beweglichkeit - im Fluss mit den eigenen Energien – einstellen kann. Gleichzeitig kann der Klient einen tiefgehenden Selbsterfahrungsprozess erleben, der im Verlaufe der Therapie zu einer erhöhten Selbstwahrnehmung und einem verbesserten Körperbewusstsein führt. Er lernt, seine Bedürfnisse differenzierter wahrzunehmen, zu respektieren und entsprechend aktiv zu werden, was zu mehr Bewusstheit und Autonomie in vielen Lebensbereichen führen kann.

Jede Behandlung erfolgt also systemorientiert und nicht symptomorientiert. Das bedeutet, dass der Therapeut die für die Therapie notwendigen Behandlungsparameter aus den Gegebenheiten innerhalb des Craniosacralen Systems bezieht, und über die systematische Behandlung dieses Systems einen indirekten Einfluss auf Symptome des Menschen nimmt.

Die Basis dieser ganzheitlichen Therapie ist die bewusste Anwendung der Erkenntnis, dass der Körper eine innere Intelligenz besitzt und von daher die Fähigkeit, sich selbst zu heilen. Durch jede craniosacrale Behandlung wird so die Heilung von Innen nach Außen unterstützt, wodurch eine Wiederherstellung der individuellen, optimalen Harmonie innerhalb der Person -  insbesondere innerhalb seines Craniosacralen Systems - im Sinne eines Spannungsausgleiches erreicht werden kann.

Bei allen beschriebenen Behandlungsmomenten hat der Therapeut vor allem eine begleitende Rolle. Er gibt mit seinen Händen  minimale Anregungen für den Organismus des Klienten und lässt dann geschehen, ohne zu beeinflussen oder zu forcieren.

Während der gesamten Behandlung ist der Austausch zwischen Klienten und Therapeuten über die jeweiligen Erfahrungen wesentlich. Der Heilungsprozess des Klienten steht im Vordergrund, das Befinden im Mittelpunkt der Behandlung. Der Klient bestimmt seinen Heilungsprozess selbst.

Craniosacral-Therapie kann nicht nur erkrankten, sondern auch gesunden Menschen dienlich sein, da durch jede Behandlung die Lebensenergien und körpereigenen Rhythmen harmonisiert und gestärkt werden können. Die Regenerationsfähigkeit des Zentralen Nervensystems wird unterstützt, was zur Stärkung der Gesundheit und damit zur Vorbeugung gegen Erkrankungen führen kann.

 

Indikationen / Kontraindikationen

Siehe www.cranio-4-you.de


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Dorn & Breuss = Wirbelsäulentherapie nach Dorn & Breuss

 

Definition

Durch die Dorn-Methode werden auf sehr sanfte Art und Weise Gelenke und verschobene Wirbel gerichtet bzw. an ihren Ursprungsort  gebracht, wodurch die gesamte Statik , vor allem die der Wirbelsäule, ausgeglichen wird. Verschobene Wirbel lassen sich leicht ertasten und mit gezieltem Druck während einer langsamen Eigenbewegung gefahrlos zurück bringen. Bänder und Sehnen werden dabei nicht überlastet. Es findet kein „Einrenken“ statt. Die Mitarbeit des Patienten ist Grundvoraussetzung für den Erfolg der Methode.

Eine ideale Vorbereitung für die Dorn Therapie ist die Breuss-Massage - eine sanfte Massage des Rückens, die seelische und körperliche Verspannungen löst und die Regeneration unterversorgter Bandscheiben einleitet.

 

Entwicklung

Der Sägewerksbesitzer, Dieter Dorn, hatte sich während seiner Arbeit einen schweren Hexenschuss zugezogen. Er suchte einen Bauern im Ort auf, der bekannt dafür war, Leuten mit Rückenproblemen zu helfen. Der Bauer konnte ihn schnell von seinem Schmerz befreien. Von der effektiven Methode angetan, wollte Herr Dorn diese erlernen. Der Bauer sagte zu ihm: „Du kannst das auch“, verstarb jedoch nach einer Woche, ohne weitere Erklärungen. Auf intuitive Weise versuchte Herr Dorn zunächst, Menschen in seiner engeren Umgebung zu helfen. Durch die Erfolge war er selbst überrascht. Auf diese Art angespornt, entwickelte er nach und nach selbständig eine eigene Methode, die inzwischen von mehreren Tausend Therapeuten erlernt wurde und wird.

Später entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen Dieter Dorn und dem österreichischen Heilpraktiker und Therapeuten Rudolph Breuss, der mit seiner Massagetechnik eine feinfühlige, aber kräftige Rückenmassage entwickelt hatte, die durch Lockerung und sanfte Streckung der Wirbelsäule und des Kreuzbeins sowohl seelische, als auch energetische und körperliche Blockaden zu lösen vermag.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Die Methode Dorn ist eine einfach zu erlernende und anzuwendende Form der sanften manuellen Therapie. Gelenke und Wirbel, die nicht exakt in ihrer Ursprungsposition sitzen, können gefahrlos und millimetergenau wieder in die richtige Position gebracht werden. Dies geschieht in der Dynamik unter aktiver Mithilfe des Patienten und somit im natürlichen Bewegungsfluss des Menschen.

Im Gegensatz zur Technik des Einrenkens oder der Chiropraktik beispielsweise, die meist ruckartig ausgeführt werden, Überdehnungen der Muskulatur oder Bandstrukturen und einen Schock für den Körper auslösen können, ist die Methode Dorn als sehr sanft anzusehen. Der Dorn-Therapeut folgt dem Grundsatz, nur maximal bis zur Schmerzgrenze zu gehen.

Die Dorn-Methode ist sehr ungefährlich, da keine Thromben durch ruckartiges Überdehnen der Gewebsstrukturen gelöst werden können und bietet den Vorteil, dass der Patient im Normalfall ziemlich schlagartig von seinem Schmerz befreit sein kann.

Die Breuss-Massage findet ihre Anwendung vor oder nach einer Dorn-Behandlung, ist aber auch als selbständige Therapiemethode anwendbar. Insbesondere bei Bandscheibenleiden ist die Breuss-Massage sehr wirkungsvoll. Durch die spezielle Massagetechnik und das in großer Menge einmassierte Johanniskrautöl sollen das Gewebe und insbesondere die Bandscheiben wieder elastisch und geschmeidig werden. Die Massage wirkt energetisierend und ausgleichend.

 

Indikationen

  • Rückenprobleme
  • Hexenschuss
  • Bandscheibenbeschwerden (Achtung: Kontraindikation bei Bandscheibenvorfall für Dorn-Methode!)
  • Beckenschiefstand
  • Beinlängendifferenz
  • Skoliose
  • Verspannungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Morbus Scheuermann
  • Morbus Bechterew -> Die Wirbelsäule kann nur behandelt werden, wenn die Wirbel bereits verwachsen sind. Eine Behandlung der Gelenke ist dagegen möglich.
  • Brüche -> sollten bereits verheilt sein (meist nach ca. 6-8 Wochen = ärztlich abklären lassen)
  • Nach Bandscheiben-Operation erst nach ca. 4 Wochen sanft beginne
  • Nach Hüftgelenks-Operation erst nach ca. 4 Wochen sanft beginnen; dabei starke Innenrotation im Hüftgelenk meiden!!!


Kontraindikationen

  • frische Verletzung (z. B. nach Unfall)
  • akute Entzündungen / Wirbelentzündung
  • Bandscheibenvorfall für Dorn-Methode
  • Osteoporose im fortgeschrittenen Stadium (Gefahr von Spontanfrakturen
  • Neigung zu Knochenbrüchen oder Blutergüssen
  • Immobilität
  • Tumor+Krebspatienten
  • fortgeschrittene Schwangerschaft (ab 6. Monat nicht mehr anwenden)
  • Unverträglichkeit der verwendeten Öle bei der Breuss-Massage


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E d e l s t e i n t h e r a p i e

 

Definition

Die heutige Edelsteintherapie ist eine Zusammenstellung aus alten Überlieferungen, die zum Teil recht unkritisch übernommen wurden, und Zuordnungen zu Planeten und Chakren, aus denen bestimmte Wirkungen und Heilkräfte abgeleitet werden.


Entwicklung

Schon seit jeher werden Edelsteinen geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben, sei es als Amulett, Talisman oder Fetisch. Herrscher schmückten ihre Kronen und Zepter mit den edlen Steinen, um ihre Ausstrahlung, ihre Macht und ihr Ansehen  zu stärken. Bereits die Babylonier und Ägypter ordneten den zwölf Tierkreiszeichen  je einen Edelstein zu, der dem Träger als Glücksbringer dienen sollte. Ebenso ist die Verwendung von Edelsteinen zu Heilzwecken uralt. Theophrast, Plinius der Ägypter und Dioskurides verfassten so genannte Steinbücher, in denen die wichtigsten Edelsteine genannt wurden, und Dioskurides vermerkte darin, welche für medizinische Zwecke zu nutzen seien.

Die Heilkunde von den Edelsteinen findet sich bei fast allen alten Völkern: den Azteken, Chinesen, Inkas, Persern, Sumerern und bei den Maya. Sie wurde eingesetzt zur Diagnose,  für Rituale, zur Heilung Kranker oder zum bloßen Schutz des Trägers.

Auch im Mittelalter beschäftigte die Kunde von den heilenden Steinen die Geister. Marbod, Bischof von Rennes (1035-1123), beschrieb in seinem in der damaligen Zeit viel beachteten Werk „Lapidarius“ detailliert die positiven und negativen Wirkungen von sechzig Edelsteinen. Die berühmte Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) verfasste mehrere naturheilkundliche Werke, in denen sie unter anderem von der Heilkraft der Steine berichtete. Von ihren Zeitgenossen wenig beachtet, erfreuen sich ihre Werke in letzter Zeit zunehmender Beliebtheit.

Heute wird davon ausgegangen, dass Kristalle Informationen speichern und Energie umwandeln können. Daher werden sie in Feuerzeugen, Computern, Uhren  und Lasern genutzt. Zudem ist erwiesen, dass alle Körper in einem energetischen Austausch mit der Umwelt stehen. Dabei werden auch Strahlen aufgenommen, umgewandelt und wieder abgegeben. Hierzu gehören leider auch negative Einflüsse, wie z. B. Elektrosmog und erdstrahlenbedingte Störzonen. Sie können in uns Unruhe, Nervosität und Stress verursachen.

Die Heilkraft der Steine indes ist eine positive Strahlung, die auf den Körper einwirkt und heilend auf die Gesundheit wirken kann. Der menschliche Körper ist sehr sensibel  und kann leicht über seine Energiezentren, die so genannten Chakren, beeinflusst werden.


Grundlagen und Wirkungsweise

Die einfachste Form der Therapie ist es, die entsprechend ausgewählten Edelsteine ständig auf der Haut oder in der Hosentasche zu tragen. Effektiver ist es, die Steine gezielt an bestimmten Körperpunkten und –stellen zu  platzieren, an denen das jeweilige Problem auftritt. Hierbei lösen sich sowohl die seelischen Ursachen als auch die dadurch entstandenen körperlichen Beschwerden. Die positive Energie der Steine sollen vom Träger aufgenommen  und die negativen Energien des Trägers an die Steine abgegeben werden.

Eine Form der manuellen Edelsteintherapie ist die Massage. Bestimmte Körperbereiche werden mit den Steinen massiert. Die Kristallmassage ist einfach  zu erlernen, äußerst wirkungsvoll und entspannend.

Das Einreiben mit Heilstein-Salben verbindet ebenfalls die heilende Wirkung der Edelstein mit Berührungen und Massagen.

Edelsteine wirken auch durch das Aufstellen in den Wohnräumen: Hierbei werden  nur ganz bestimmte Lebensbereiche beeinflusst. Ebenso kann der Heilstein unter das Kopfkissen oder rund um das Bett platziert werden.

Wichtig bei der Behandlung mit Edelsteinen sind Ruhe und Konzentration. Man sollte sich viel Zeit nehmen und sich in einen ruhigen Raum zurückziehen, um in einer entspannten Atmosphäre die Schwingungen der Steine in sich aufzunehmen.

Der Edelstein soll durch seine Schwingung die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers aktivieren. So regt z. B. roter Jaspis den Stoffwechsel an und Bernstein hilft kleinen Kindern  beim Zahnen. Die Kunst mit Edelsteinen zu heilen beruht darauf, eine Übereinstimmung zu erzielen von spirituellen, physischen sowie psychischen Kräften im Menschen. Die Steine stellen das Gleichgewicht von Seele  und Körper her, bauen negative Schwingungen in uns ab und setzen verborgene Kräfte wieder frei.

Bei der Wahl der Steine gilt grundsätzlich, dass derjenige der Richtige ist, der einen spontan anspricht.

Oft werden  nur unbehandelte, ungeschliffene Steine zur Heilung eingesetzt, weil die verschiedenen Edelstein-Experten den Ansatz vertreten, dass das Schleifen den Stein in Stress versetzt. Für die verschiedenen Beschwerden  haben sich bestimmte Heilsteine als hilfreich erwiesen.


Indikationen

Aktivierung der Selbstheilungskräfte


Kontraindikationen

keine


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E n z y m t h e r a p i e

 

Definition

Durch regelmäßige Aufnahme bestimmter Lebensmittel, die das wundheilende Enzyms Ficin enthalten (z. B. Ananas+Melonen), ist es möglich, den Verlauf von Autoimmunerkrankungen positiv zu beeinflussen, Wundheilung zu beschleunigen sowie Verletzungen und Entzündungen schneller zum Abheilen zu bewegen.

 

Entwicklung

Die Ursprünge der Enzymtherapie liegen in einer Erfahrungsmedizin, deren Wurzeln bis in die frühe Menschheitsgeschichte zurückverfolgt werden können.

In Mittel- und Südamerika nutzen die Indianer seit jeher Blätter und Früchte des Melonenbaumes und der Ananasfrucht, die reich an Enzymen sind. Aus Afrika und Indien ist Ähnliches bekannt, und auch in der Bibel ist der therapeutische Einsatz von Feigenblättern bezeugt, in denen das wundheilende Enzym Ficin enthalten ist.

Die  moderne, wissenschaftlich begründete Enzymtherapie begann mit der Suche des Schotten John Bread nach neuen erfolgreichen Therapien gegen den Krebs zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine Erkenntnisse über die Wirkung von Enzymen wurden von dem Österreicher Max Wolf aufgegriffen und zur systemischen Enzymtherapie verfeinert, über die er 1970 sein gleichnamiges Buch publizierte.


Grundlagen und Wirkungsweise

Enzyme sind große Eiweißmoleküle, welche allen Organismen, Mensch, Tier und Pflanze, das Leben ermöglichen. Die sich in jeder Sekunde vollziehenden  unzähligen Stoffwechselreaktionen des lebenden Organismus werden durch die katalytische Wirkung hunderttausender Enzyme gesteuert, wobei  jedes Enzym seine genau definierte und einzigartige Aufgabe hat.

Beim Menschen steuern Enzyme wesentliche Lebensvorgänge wie die Blutgerinnung und die Auflösung von Blutgerinnseln, die Wundheilung, den Verlauf von Entzündungen, die Verdauung  und die Immunreaktionen.  In der Medizin werden Enzyme für diverse große therapeutische Aufgaben eingesetzt. Einige Beispiele seien hier genannt:

-           Die Bauchspeicheldrüse produziert den überwiegenden Teil der Verdauungsenzyme. Wenn sie ihre Aufgabe infolge einer chronischen Entzündung nicht oder nur eingeschränkt erfüllen kann, können die Enzyme zugeführt werden.

-           Enzyme, in Spritzenform verabreicht, können Thrombosen und Embolien auflösen.

-           Enzymhaltige Salben fördern die Wundheilung und Gewebserneuerung.

Das bedeutendste Beispiel, besonders aus naturheilkundlicher Sicht, ist die so genannte systemische Enzymtherapie (im ganzen Organismus wirkend). Hier Werden Tabletten, Dragees, Ampullen oder Salben zur Behandlung von chronisch-entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und besonders in der Tumortherapie eingesetzt.

Die Enzyme, die durch die Form der Verabreichung erst im Darm wirksam werden, werden z. B. unverändert in das Blut aufgenommen. Ihre therapeutische Bedeutung liegt hauptsächlich darin, dass sie entzündliche und tumoröse Eiweiße zerlegen. Durch diese Eigenschaft sind sie in der Lage, Immunkomplexe aufzulösen, die entstehen, wenn des Immunsystem etwas „Fremdes“ oder „Schädliches“ entdeckt hat, und großmolekulare Stoffe und Gerinnungsprodukte abzubauen.


Indikationen

  • Entzündungen mit Schwellungen und Ödembildung im Gewebe
  • stumpfe Verletzungen, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blutergüsse
  • Entzündungen von Organen (z. B. Atmungs- und Verdauungsorgane, Harn-  und Geschlechtsorgane)
  • Gefäßerkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Virusinfektionen (Gürtelrose)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Wundheilung bei Verbrennungen, Schürf- und Schnittwunden
  • Langzeitbehandlung von Tumoren

 

Kontraindikatione

  • bei schweren angeborenen und erworbenen Gerinnungsstörungen (z. B. Bluter-Krankheit)
  • fortgeschrittene Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Einnahme von Gerinnungshemmern
  • Schwangerschaft


Nebenwirkungen

  •  selten allergische Reaktionen
  • Verfärbung und Geruchsveränderung des Stuhls
  • Aufgrund der Wirkung auf die Blutgerinnung sollte eine Enzymtherapie ca. 3 Tage vor einer Operation unterbrochen werden.

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F a r b t h e r a p i e

 

Definition

Als Farbtherapie werden Therapien und Behandlungen bezeichnet, bei denen die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und den menschlichen Organismus eine Rolle spielen. Zu den Therapieformen zählen u. a. Farbbestrahlungen, Farbmeridiantherapie, Farbpunktur und Aura Soma.

Die Farbtherapie beruht auf einem zielgerichteten Einsatz von Farben, um damit den menschlichen Körper in seiner Einheit von materiellem/physischem (Organe, Knochen, Gewebe), ätherischem (feinstoffliches Doppel des physischen Körpers; nimmt die der Sonne entströmende Vitalkraft auf und verteilt sie an den physischen Körper), emotionalem, astralem und Mentalkörper sowie Drüsen positiv zu beein-flussen. Körper, Seele und Geist werden ganzheitlich erreicht und innere Selbstheilungskräfte angeregt.

 

Entwicklung

Bereits in der Antike spielten Farben in der Heilkunde eine gewisse Rolle. Kranke wurden mit farbigen Pasten bestrichen oder in farbige Tücher gewickelt. Die Wirkung von Bestrahlungen mit ultraviolettem Licht erkannte man bereits Ende des 18. Jahrhunderts. Auch die Wirkung von Infrarotlicht ist wissenschaftlich nachgewiesen. Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich in seinen naturwissenschaftlichen Schriften eingehend mit Farben und deren Wirkung.

1878 erschien das chromotherapeutische Werk „The Principles of Light and Color“ des Arztes Edwin D. Babitt, 1895 in der Vossischen zeitung ein Aufsatz von Carus Sterne mit dem Titel „Der Farbenreiz bei Mensch und Tier – eine Betrachtung zu Goethes Farbenlehre“. In beiden Werken wird über eine Heilweise mittels Farbe berichtet, die schon im 14. Jahrhundert bei Pockenseuchen erfolgreich angewendet worden sei und die noch im 18. Jahrhundert in mehreren europäischen Ländern, sowie in Indochina und Japan bei Pocken indiziert war. Diese farbtherapeutische Methode bestand ganz einfach darin, dass die Pockenkranken durch Verhängen eines Raumes mit roten Tüchern, roten Vorhängen, etc. ganz in Rot gehüllt wurden.

Der Herausgeber der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes, Rudolf Steiner, entwickelte mit dem Neurologen Dr. Felix Peipers, der in den Jahren 1906 bis 1915 eine Privatklinik in München führte, im Jahre 1908 eine Farbtherapie mittels einer blauen und einer roten Farbkammer bit bestimmten Formen, Proportionen und Techniken.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Farbbestrahlungen:    

  • Die Bestrahlung mit Infrarot-Lampen ist allgemein bekannt und wir z. B. bei Nebenhöhlenentzündungen,
  • Rheuma
  • und Muskelverspannungen auch von Schulmedizinern eingesetzt.
  • Blaulicht hilft bei Entzündungen, Schlafstörungen  und Nervosität.
  • Gelblicht soll bei Erkrankungen der Leber und gegen Hämorrhoiden helfen.
  • Grünes Licht findet seine Anwendung bei Bronchitis und Gelenkrheuma.

 

Farbmediantherapie:   Die Farbmeridiantherapie geht zurück auf die Krankengymnastin Christel Heidemann (1924-1998).

Mit Hilfe einer Abtastung des Bindegewebes am Rücken und „Farbheptagrammen“ können angeblich blockierte Meridiane des menschlichen Körpers gefunden werden. Zur Therapie werden mittels Pflaster auf bestimmte Meridianpunkte mit Naturfarbe gefärbte ca. einen Zentimeter große Seidenkreise aufgeklebt. Die dem Meridian zugeordnete Farbe soll die Energie des Meridians anregen, die Komplementärfarben diese  beruhigen.

Die Behandlung soll die Gesundheit günstig beeinflussen und Schmerzen lindern.

 

Farbpunktur:              Bei der Farbpunktur, die Peter Mandel eingeführt hat, wird gebündeltes Farbe auf  Akupunkturpunkte
                               gerichtet, die so stimuliert werden sollen. Die Wirkung soll einer Akupunktur ähnlich sein, wobei
                               verschiedene Farben verschiedene Wirkungen haben sollen.

 

Aura-Soma:              Die Aura-Soma-Therapie wurde von Vicky Wall entwickelt und basiert auf einem System, bei dem
                               zweifarbige Substanzen eine wesentliche Rolle spielen. Die richtige Auswahl der Farbkombinationen 
                               und deren Anwendung soll eine ganzheitliche Wirkung auf Körper, Geist und Seele haben. 
         

 

Sonstiges:                 Einige Therapeuten empfehlen zum Beispiel, sich gezielt mit bestimmten Farben zu umgeben,         
                                Wasser durch farbige Edelsteine zu "energetisieren" oder gezielt Lebensmittel einer bestimmten Farbe
                                zu essen.

Eher dem Wellness-Bereich zuzuordnen sind farbige Badezusätze.

Das Visualisieren von Farben spielt eine Rolle in der Meditation und wird auch sonst mitunter zur Entspannung empfohlen.

 

Indikationen

  • oft für „austherapierte“ Menschen
  •  funktionelle Erkrankungen
  • Verstehen der eigenen Individualität wird in den Vordergrund gestellt
  • ganzheitliche Wirkung auf Körper, Seele und Geist

 

Kontraindikationen

  • bei zu intensiver UV-Licht Bestrahlung besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes


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H e i l e r d e


Definition

Die Heilerde gehört ebenso wie Fange, Schlamm, Torf, Lehm und Schlick zu den so genannten Peloiden (griechisch pelos = Schlamm).

Peloide sind Substanzen, die zu therapeutischen Zwecken genutzt werden.


Entwicklung

Heilende Erde ist schon seit frühester Zeit bekannt. Aufzeichnungen auf Papyrus und Tontafeln aus der Zeit um 3000 vor Christi Geburt belegen, dass  heilkundige Priester die schon damals bekannte antiseptische Wirkung von Heilerde zur Mumifizierung der Toten nutzen. In der Neuzeit beschäftigten sich verschiedene medizinische Laien mit der naturheilkundlichen Anwendung der Heilerde.

Sebastian Kneipp (1821-1897) nutzte sie unter anderem zur Behandlung von Hautausschlägen, Wunden und Geschwüren.

Adolf Just (1856-1932) und sein Schüler Emanuel Felke (1856-1926) plädierten auch für eine innerliche Anwendung.


Grundlagen und Wirkungsweise

Heilerde besteht aus naturreinem Lös und wird unter der Erdoberfläche aus eiszeitlichen Ablagerungen gewonnen. Sie ist ein reines Naturprodukt. Die feine Pulverform der Heilerde ist sehr gut dafür geeignet, störende Substanzen zu binden, wie z. B. Giftstoffe, schädliche Darmbakterien und überschüssige Magen- und Gallensäure. Je kleiner die einzelnen Teilchen sind, desto größer ist die Gesamtoberfläche, was wiederum die Fähigkeit erhöht, mit anderen Stoffen in Wechselwirkung zu treten. Das Bindevermögen der Heilerde wurde in mehreren Versuchen nachgewiesen. Sie entgiftet den Organismus und hilft bei der Darmsanierung. Zudem bindet sie überschüssige Säuren und Basen und soll sich günstig auf erhöhte Cholesterinwerte auswirken, da sie Fette, Öle und Fettsäuren im Dünndarm bindet. Das Verdauungssystem wird gereinigt und dem Organismus werden gleichzeitig wichtige Mineralien  zugeführt.

Äußerlich auf die Haut aufgetragen, hat Heilerde eine durchblutungsfördernde und reinigende Wirkung. Die Heilerde trocknet von innen  nach außen, so dass eine Saugwirkung auf die Hautporen entsteht. Die Poren öffnen sich, Bakterien  und Schadstoffe, Talg- und Schmutzstoffe werden beseitigt die haut wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

 

Anwendung

Innerlich kann Heilerde bei Magen- und Darmbeschwerden als Kapsel oder Pulver, das in Wasser oder Tee  gelöst wird, eingenommen werden.

Äußerlich wird Heilerde in Form von Verbänden,  kalten Umschlägen, Packungen, Wickeln, Gesichtsmasken oder als Badezusatz angewendet.

Heilerde kann sowohl zum Heilen von Krankheiten genutzt werden, aber auch dann, wenn man keine direkten Beschwerden hat, denn sie ist schonend, frei von Nebenwirkungen und somit auch für Kinder geeignet. Ihr hoher Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen mach sie zu einer wertvollen Nahrungsergänzung. Beachtet werden sollte allerdings, dass Heilerde bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten deren Wirkung herabsetzt. Deshalb sollte zwischen der Einnahme von Medikamenten und Heilerde mindestens eine Stunde liegen.

Auch als Körperpflege ist Heilerde gut verträglich. Viele Kurorte bieten deshalb Behandlungen mit Heilerde und ähnlichen Schlammpackungen wie z. B. Fango-, Moor-, Torf- oder Schlickpackungen an.

Bei allen diesen Peloidanwendungen wir Wärme und Feuchtigkeit miteinander kombiniert. Sie besitzen krankheitsheilende und –lindernde Eigenschaften. Moor-, Schlamm- und Schlickbäder werden verordnet bei rheumatischen Erkrankungen der Gelenke, Muskeln, Nerven  und der Wirbelsäule.

 

Indikationen

  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Hautprobleme (Akne, Geschwüre, Sonnenbrand, Insektenstiche, Allergien)
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden (Prellungen, Quetschungen, Gelenkentzündungen)
  • Durchblutungsstörunge
  • Hexenschuss
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraumo
  • oberflächliche Entzündungen der Venen (z. B. Krampfadern) oder der Lymphgefäße
  • Wundheilung

 

Kontraindikatione

  • Heilerde setzt die Wirkung von Medikamenten herab. Deshalb sollte mindestens eine Stunde zwischen der Einnahme von Medikamenten und Heilerde liegen
  • bei Wärmeanwendung > wenn Wärme als unangenehm empfunden wird


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H e i l g e b e t e

 

Definition

Das Gebet ist eine Erhebung zu Gott, eine Kontaktaufnahme mit dem Schöpfer. Es dient uns zur Konzentration, Entspannung und Gewissenserforschung. Dies gilt auch für Menschen, welche sich von den Weltkirchen gelöst haben. Durch das Gebet – die Meditation – kann jeder spirituelle Kraft für Körper und Seele schöpfen.


Entwicklung

Der positive Einfluss des Glaubens auf die seelische und körperliche Gesundheit ist in vielen Religionen seit Jahrhunderten bekannt. Wie aber wirkt der Glaube gegen Leid und Krankheit? In erster Linie durch Vertrauen: Der Kranke glaubt daran, von Gott geliebt und getragen zu sein. Diese Lebensbejahung, diese Sicherheit im Glauben, schenkt Heil.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die jeden Einzelnen von uns überfordert. Durch Stress und Leistungsdruck wird der Freiraum zur persönlichen Entfaltung immer kleiner, so dass die Grundsehnsüchte nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung, die alle Lebenwesen gleichermaßen beanspruchen, in den Hintergrund treten. Die eigene Identität geht verloren und wird ersetzt durch ein übersteigertes Bedürfnis nach noch mehr Technik, Luxus und Sex. Unsere Umwelt wird weiter zerstört  und die Medizin steht trotz aller Fortschritte vor ihren eigenen Schranken. Der Mensch wird heute immer noch im Rahmen der Apparatemedizin als ein zu untersuchendes unpersönliches Objekt angesehen = „der Magen auf Zimmer 27...“. Hierbei wird völlig außer Acht gelassen, dass der menschliche Geist durch positive Einstellung Einfluss auf den Heilungsprozess nehmen kann. Diese geistige Kraft hat berühmte Dichter fasziniert, wie Johann Wolfgang von Goethe, der im „Faust“ sagt: „Der Geist formt den Körper“.

Darüber hinaus ist es in Fachkreisen viel zu wenig bekannt, dass z. B. Magengeschwüre, Rheuma oder Asthma seelischen Ursprungs sein können und somit weder durch Pillen noch durch chirurgische Maßnahmen allein geheilt werden.

Gesundheit bedeutet: Harmonie von Körper und Seele. Um diese Harmonie zu erlangen, bedarf es auch des Glaubens an die Heilung. Dieser erforderliche Glaube ist immer mit dem Glauben an ein höheres Prinzip verbunden, was jedoch nicht bedeutet, dass man den personifizierten Gott oder die pantheistische Allmacht es Kosmos zu Grunde legen muss. Im 16. Jahrhundert sagte der Schweizer Arzt Paracelsus:  Ob der Inhalt des Glaubens nun falsch oder richtig ist, die Wirkung ist die Gleiche. Im Neuen Testament erfährt man über die Geistheilungen Christi, welcher  sagt: „Nicht ich, sondern dein Glaube hat dir geholfen.“

Medizinische Versuchsreihen bestätigen, dass ein Placebo (Scheinmittel) wirkt, weil die Testperson glaubt, ein hochwertiges Medikament eingenommen  zu haben.


Grundlagen und Wirkungsweise

Jedes Gebet ist im Grundsatz ein Heilgebet, da es befreien und Frieden schenken kann, aber im engeren Sinn versteht man unter Heilgebeten zwei Gebetsformen: das Gebet von Kranken und das Gebet für Kranke.

Alle Gebete haben eine Gemeinsamkeit: Durch den Glauben werden über das Unterbewusstsein Heilkräfte freigesetzt, die den Gesundungsprozess anregen.


Formen von Gebeten

+ Gebete von Kranken

  • Gebete, die sich aus den Empfindungen ergeben, die ein Kranker haben kann und ihren unterschiedlichen Bedeutungen.
  • Gebete, die schwere Erkrankungen als Prozess beschreiben, der von ersten Anzeichen bis zum Dank für das gelebte Leben reicht.
  • Gebete, die bei krisenhaften Lebenssituationen und diagnostizierten Erkrankungen ansetzen und sich mit den Wechselwirkungen von Körper und Seele beschäftigen. Diese Gebete akzeptieren, dass auch leidvolle Erlebnisse krank machen können
  • Gebete, in denen um Organheilung ersucht wird.

 

+ Gebete für Kranke


Indikationen

  • Unterstützung von Heilungsprozessen
  • Entspannungsförderung und Stressabb
  • allgemeine Steigerung des Wohlbefindens
  • Angstzustände

 

Kontraindikationen

keine


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H y p n o s e


Definition

Hypnos ist der griechische Gott des Schlafens.

Als Hypnose wird das Verfahren  zum Erreichen einer hypnotischen Trance bezeichnet, die durch vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe Entspannung gekennzeichnet ist.

 

Entwicklung

Hypnose wurde schon in der Frühzeit des Menschen angewendet. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, lassen sich Berichte über kultische Handlungen oder Dinge aus dem Schamanismus durchaus mit Hypnose in Form der Selbst- oder Fremdsuggestion erklären. Es ist davon auszugehen, dass Hypnose eher zufällig entdeckt wurde und ihren Ursprung in meditativen  und kultischen Handlungen religiösen Hintergrundes haben dürfte. Spekulativ kann man davon ausgehen, dass sich die Hypnose aus massenpsychologischen Manipulationen bei religiösen oder kultischen Riten sowie aus den selbstmeditativen Erfahrungen von Priestern, Heilern und Schamanen entwickelt hat.

Wissenschaftlich wurde die Hypnose um 1770 von Franz Anton Mesmer wieder entdeckt.

Im 19. Jahrhundert war Frankreich führend in der Erforschung der Hypnose. Siegmund Freud z. B. wurde 1885 in einer Pariser Schule auf die Experimente Mesmers aufmerksam und versuchte, sie bei der Behandlung seiner Patienten einzusetzen. Dies wurde der Ausgangspunkt seiner Studien über Hysterie. Später ließ er diese Methode wieder fallenund widmete sich seiner Technik der freien Assoziation. Schriften zeigen jedoch, dass Freud auch später noch mit Hypnose gearbeitet hat.

In 20. Jahrhundert wurde die Hypnose im deutschen Sprachgebiet wesentlich durch Oskar Vogt weiterentwickelt und anschließend von seinem Schüler Johannes Heinrich Schultz, der daraus das Autogene Training entwickelte. Auch Klaus Thomas hat sich einen Namen bei der Entwicklung der Hypnose gemacht.

Im amerikanischen Sprachgebiet wurde die Hypnose wesentlich durch Milton Erickson (indirekte Hypnose), Kroger und Dave Elmann (autoritäre Hypnose) weiterentwickelt. In England gilt John Hartland als einer der bekanntesten Hypnotiseure.

Milton Erickson begründete eine neue Form der Hypnotherapie, die heute als die modernste Form der Hypnose gilt und aus der weitere psychologische Methoden – wie z. B. NLP (neurolinguistische Programmierung) – entstanden.


Grundlagen und Wirkungsweise

In  einem hypnotischen Zustand sind sowohl die Ansprechbarkeit des Unbewussten als auch die Konzentration auf eine bestimmte Sache stark erhöht, die Kritikfähigkeit des Bewusstseins in gleichem Maße reduziert. Dadurch können bestimmte Phänomene verstärkt oder überhaupt erst wahrgenommen werden, wie beispielsweise Änderungen des Bewusstseins und des Gedächtnisses, Kontrolle des vegetativen Nervensystems, vermehrte Empfänglichkeit für Suggestionen sowie für normales Bewusstsein ungewöhnliche Reaktionen und Vorstellungen. Physiologische Vorgänge werden noch immer erforscht.

Der Zustand der Hypnose ähnelt natürlichen, spontan auftretenden Zuständen, die man vor allem  beim Einschlafen und Aufwachen sowie bei Tagträumen, konzentriertem Lesen eines Buches oder Schauen eines Films erleben kann: Die Wahrnehmung ist eingeengt und die Konzentration des Bewusstseins ist auf eine bestimmte Sache gerichtet (das Buch, der Film oder aber die Worte des Hypnotiseurs).

Der Bewusstseinszustand unter Hypnose ist ein besonderer Wachzustand des Unbewussten. Während das Bewusstsein ruht wird ein Zustand erreicht, der weder mit dem des Schlafens noch mit dem des normalen Wachseins gleichzusetzen ist.  Dieser Zuständ lässt sich umschreiben als „Phänomen der Fixiertheit auf eine Sache“.

Hypnose findet Anwendung in der Hypnotherapie, deren Wirksamkeit wissenschaftlich gut belegt ist.

 

Indikationen

  • Stressabbau
  • Motivationssteigerung
  • Wohlfühl-Gewich
  • Raucherentwöhnung
  • Bettnässen

 

Kontraindikationen

  • hirnorganische Störungen
  • Konzentrations- und Kooperationsmangel (z. B. Kleinkinder)
  • Intoxikation (Alkohol, Medikamente)
  • stärkere affektive Störungen (schwere Depressionen)
  • endogene Psychosen
  • Epileptiker
  • Schizophrenie
  • Schocksituationen, in denen der Blutdruck sinkt
  • zu hohe Erwartungshaltung
  • jemand der auf keinen Fall hypnotisiert werden möchte



M e d i t a t i o n


Definition

Meditation ist eine Technik der geistigen Versenkung und ist in allen Kulturkreisen von je her üblich. Vielfach dient sie der spirituellen Weiterentwicklung oder ist eine religiöse Übung. Als solche wird sie in allen Weltreligionen praktiziert. Die Verbindung zur Religion ist aber nicht zwangsläufig. Es kann auch ohne religiösen oder spirituellen Hintergrund meditiert werden, denn auch ohne einen solchen Hintergrund kann die Meditation viele positive Wirkungen haben. So ist sie zum Beispiel eine hervorragende Entspannungstechnik und kann zur Unterstützung von Heilungsprozessen und zur Gesundheitsvorsorge genutzt werden.


Entwicklung

Die Ursprünge der Meditation sind ungeklärt. Möglicherweise sind sie in Indien oder im Schamanismus zu suchen. Der Schamanismus ist eines der ältesten spirituellen und heilkundlichen Systeme. In ihm finden sich eine Reihe von Techniken zum Erreichen eines anderen Bewusstseinszustandes. Aber auch die östlichen Religionen -  vor allem der Buddhismus und Hinduismus – kennen Meditationstechniken als religiöse Übungen.

Schriftliche Erwähnung findet die Meditation 200 vor Christi in den Yoga-Sutras (Yoga Wege) des indischen Philosophen Patanjali, die auch als das erste Meditationsbuch gelten. Die Verbreitung der Meditation ging von Indien durch Meister (Gurus) im Rahmen des Buddhismus, Hinduismus und Tantrismus aus. In den Westen kam die Meditation vor allem aus Indien, aber auch in Form des Zen-Buddhismus aus Japan.

Die Meditation ist in den verschiedenen Religionen  unterschiedlich sowohl hinsichtlich ihrer religiösen Bedeutung, ihrer Ziele, als auch hinsichtlich ihrer Techniken.

Im Hinduismus und im Buddhismus ist ein entscheidendes Merkmal der Glaube an die Wiedergeburt. Durch Meditation ist es in beiden Religionen den Gläubigen möglich, den  Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen und ins Nirvana zu gelangen. Der Meditation kommt daher in der religiösen Praxis eine wichtige Bedeutung zu.

In der Bibel sind keine Meditationspraktiken beschrieben, dennoch spielt sie auch im Christentum eine traditionelle Rolle. Im Mittelalter wurde in den Klöstern die Meditation mit anderen religiösen Übungen wie Askese verbunden. Im protestantischen Christentum finden sich meditative Praktiken wie meditative Gottesdienste. Bei den Katholiken haben das Beten des Rosenkranzes und das herzgebet meditative Komponenten. Im Koran finden sich keine Hinweise auf die Meditation. Es gibt allerdings Gebetsformen im Islam, bei denen – etwa durch ständiges Wiederholen von Gottes Namen – meditative Zustände erzielt werden können.

Im Christentum und im Islam steht das Gebet als religiöse Praktik im zentrum. Formal entsprechen aber bestimmte Gebetsformen auch meditativen Praktiken.


Grundlagen und Wirkungsweise

Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sich die Körperfunktionen im Zustand der Meditation stark verändern können. Die Muskeln sind so entspannt, dass teilweise keinerlei elektrische Impulse messbar sind; der Herzschlag sinkt stark ab.  Im Zustand des Samadhi  steigt er an, die Gehirnstromdaten sind stark verändert. Sie ändern sich beispielsweise nicht in Folge von äußeren Reizen wie etwa Berührungen, Geräuschen oder starkem Licht. Das bedeutet, die meditierenden Mönche im zustand des Samadhi nehmen diese nicht mehr wahr, sie schaffen es offenbar wirklich, ihre Sinneswahrnehmung „abzuschalten“. Normale Meditierende werden diesen Zustand aber in der Regel nicht erreichen. Grundsätzlich ist aber auch in den Vorstufen messbar, dass der Kopf ganz wach ist, der Körpter ganz entspannt und der Stoffwechsel gedrosselt.

Während der Meditation lässt sich unter anderem ein verlangsamter Herzschlag, ein sinkender Blutdruck, eine Verönderung der Gehirnaktivität, eine tiefere Atmung, eine verringerte Muskelspannung und Milchsäureproduktion und ein Ansteigen des elektrischen Hautwiderstandes messen. Dies alles können Indizien auf Entspannung und Stressabbau sein.

Von der Meditation gehen auch ohne einen spirituellen oder religiösen Hintergrund allgemeine positive Wirkungen aus. Man setzt sie etwa in der Gesundheitsvorbeugung, als Entspannungstechnik und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit ein. Auch wendet man sie an, um Kreativität zu fördern oder um Kontrolle über die Gedanken  zu erlangen.

Bei regelmäßigem und längerem Üben kann eine Verbesserung im Umgang mit Stress, eine Schärfung der Sinne, insbesondere der Sehfähigkeit und des Gehörs, eine verkürzte Reaktionszeit und verbesserte neuro-muskuläre Koordination erreicht werden. Zudem verbessert sich die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit sowie das Gedächtnis.

Im Sport wird die Meditation zur Steigerung der Leistungsfähigkeit eingesetzt. Sie hilft Stress abzubauen und Schmerzen zu lindern. Meditierende selbst haben oft den Eindruck, dass sie durch das Meditieren kreativer geworden sind, was denkbar, aber noch nicht erwiesen ist.

 

Indikationen

  • Gesundheitsvorsorge (Vorbeugung von Krankheiten)
  • Unterstützung von Heilungsprozessen
  • Entspannungsförderung und Stressabbau
  • allgemeine Steigerung des Wohlbefinden
  • Angstzustände
  • Suchterkrankungen
  • Begleitung psychosomatischer Erkrankungen (z. B. Magen-Darm-Trakt, Herz-Kreislauf, Hautkrankheiten, Essstörungen, funktionelle Beschwerden ohne Organbefund, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, bestimmte Formen des Asthma)

 

Kontraindikationen

keine


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M u d r a s


Definition

Mudra = Ein Siegel, das Freude bringt  (altindisches Sanskrit)

Mudras sind spezielle Finger- und Handhaltungen, die unsere Hände in wahre „Kraftwerke“ verwandeln. Vergleichbar mit den Körperhaltungen des Yoga verstärken sie in wenigen Minuten gezielt den Fluss der Lebensenergie, stärken auf allen Ebenen und bauen Stress ab.


Entwicklung


Über die genaue Herkunft der Gesten weiß man nur wenig. Sicher ist, dass Mudras im östlichen Kulturkreis seit Jahrhunderten zu Heilzwecken und auf der ganzen Welt zur Unterstützung von Gebeten und Ritualen eingesetzt werden. Im Hinduismus  wie auch im Buddhismus geht man davon aus, dass sich die Körperhaltung und Handgesten der Gottheiten, die einen ganz bestimmten Aspekt ihrer Kraft symbolisieren, auf den vor ihnen betenden und meditierenden Menschen übertragen. Am bekanntesten ist diesbezüglich die segnende Geste, welche gleichzeitig die Mudra der Furchtlosigkeit verkörpert. Der betende Mensch vor der Gottheit verliert Furcht und Ängste und tritt dem Leben mit erneuter Zuversicht entgegen. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn wir die Mudra selbst praktizieren und unsere Gedanken auf die uns innewohnende Stärke konzentrieren.


Grundlagen und Wirkungsweise

Mudras ermutigen, spornen an und reißen mit. Sie helfen, über Krankheit, Mangel, Trauer, Ängste und Enttäuschungen hinwegzukommen und so die vielen kleinen und großen Freuden des Alltags wieder sehen und genießen zu können. Aus Steinen, die uns in den Weg gelegt werden, kann man Neues bauen; Wege, Brücken, Treppen, Türme, ein Häuschen für Schutz und Geborgenheit; oder sogar ein Schloss, in dem unser innerer Reichtum zur Geltung und unsere Macht und Kraft voll zur Entfaltung kommen.

Viele Herausforderungen, die an uns gestellt werden, erfordern unsere ganze Kraft und unseren ganzen Mut; wir wollen wieder gesund werden oder trotz Beschwerden ein gutes Leben führen; wir müssen Entscheidungen treffen und Lösungen suchen. Mit der richtigen inneren Einstellung schaffen wir ALLES.

Die Mudras sind wie ein Anker, eine Brücke oder eine Tür zu unserem innersten Kern – da wohnt die Kraft, mit der wir jeden Problemberg bewältigen können. Sei es, dass wir seine Steine abtragen und daraus etwas neues bauen; oder darüber steigen und uns eine neue Sichtweise verschaffen; oder einen großen Bogen  um den Berg machen - der Weg ist das Ziel – oder uns durch den Berg graben, der Sache auf den Grund gehen. Die Mudras und ihre Symbole zeigen uns die Lösung und weisen uns den Weg.


Indikationen

  • Gesundheitsvorsorge (Vorbeugung von Krankheiten)
  • Unterstützung von Heilungsprozessen
  • Stressabbau
  • Entspannungsförderung
  • allgemeine Steigerung des Wohlbefindens
  • Begleitung psychosomatischer Erkrankungen (z. B. Magen-Darm-Trakt, Herz-Kreislauf, Hautkrankheiten, Essstörungen, funktionelle Beschwerden ohne Organbefund, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, bestimmte Formen des Asthma)

 

Kontraindikationen

keine



Narbenentstörung nach Penzel

 

Definition

Die Narbenentstörung durch Akupunkt-Massage (APM) ist eine spezielle Behandlung von Narben dient der Ausbalncierung des Energiekreislaufes der Meridiane bzw. Energieleitbahnen des Körpers mittels eines Massagestäbchens. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Organismus aktivieret bzw. unterstützt.

 

Entwicklung

Willi Penzel (1917-1985) entwickelte die Akupunkt-Massage auf den Grundlagen der Akupunktur. Er benutzte jedoch keine Nadeln zu Behandlung bestimmter Akupunkturpunkte, sondern ein Massagestäbchen, mit dem die Meridiane behandelt werden.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Meridiane sind, nach Auffassung der Traditionellen Medizin (TCM), genau festgelegte Bahnen im Organismus, auf denen die Lebensenergie zirkuliert, die alle Funktionen des Körpers beeinflusst. Die Hauptenergieleitbahnen sind 12 Ying-Meridiane sowie 12 Yang-Meridiane und zwei übergeordnete Gefäße. Die jeweils 6 Yin- und 6 Yang-Meridiane einer Körperseite bilden deren Energiekreislauf. Die Meridiane stehen untereinander und mit den Organen, die sie durchlaufen, in Wechselbeziehungen.

Beim Gesunden zirkuliert die körpereigene Energie gleichmäßig und harmonisch entlang der Meridiane. Wenn dieser Energiefluss gestört ist - z. B. durch Narben, die den Energiefluss unterbrechen – kommt es, aus Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin, zwangsläufig zu Fehlfunktionen des Organismus.

Durch die Akupunkt-Massage wird die Energie mittels eines Massage-Stäbchens aus Gebieten mit Energieüberschuss in Gebiete mit einem Energiemangel geleitet, was dazu beiträgt, den Energiehaushalt des Körpers auszubalancieren und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren bzw. zu unterstützen.

 

Indikationen

  • Narben (zur Störfeldbeseitigung)

 

Zusätzliche Indikationen bei Kombination mit APM (Akupunkt-Massage):

  • funktionelle Störungen (Bewegungsapparat Atmungs-, Hormon-, Kreislauf-, Nerven-, Verdauungs-, und Urogenitalsystem = Niere + Blase)
  • Gesunderhaltung
  • Vorbeugung von Krankheiten
  • Schmerzzustände
  • Sind keinerlei Hinweise auf die Schmerzursache feststellbar, kann die Akupunkt-Massage bei Beschwerden hilfreich sein, wie: Gelenkbeschwerden, Ischialgien, Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien, rheumatische Beschwerden, Rückenschmerzen, chronische Schmerzen, Trigeminusschmerzen

 

Kontraindikationen

  • Erkrankungen, die eine andere Behandlung erfordern (z. B. Operation, Substitution)
  • Epilepsi
  • Infektionskrankheite
  • erstes Drittel der Schwangerschaft
  • komplizierte Schwangerschaft



Ö l z i e h e n


Definition

Ölziehen ist das Durchspülen des Mundraums mit kalt  gepresstem Öl zum Zwecke der Entgiftung bzw. Linderung bestimmter Erkrankungen.

 

Entwicklung

Die Wirkungsvielfalt sowie die einfache und kostengünstige Anwendung machten dieses Verfahren, das aus Russland  und der Ukraine stammt, auch in unseren Breitengraden populär. Mittlerweile hat das Ölziehen eine große Anhängerschaft.

In den 1980´er Jahren hielt der russische Arzt Dr. F. Karach auf einem Kongress von Onkologen und Bakteriologen einen Vortrag, in dem er das Verfahren des Ölziehens vorstellte und über erstaunliche Heilungserfolge berichtete.  Übersetzungen dieses Vortrages wurden in den 1990´er Jahren in Deutschland in mehreren Zeitschriften  und medizinischen Fachblättern veröffentlicht, worauf viele Leser diese Methode ausprobierte. Zahlreiche Erfahrungsberichte dieser Selbstanwender wurden gesammelt und in der Schriftenreihe „Natur und Medizin“ der Carstens-Stiftung abgedruckt. Sie sind wichtige Belege für die Heilungserfolge des Ölziehens, denn bis heute fehlt eine wissenschaftliche Untersuchung dieses Verfahrens.

Die Berichte über die erfolgreiche Behandlung chronischer und akuter Krankheiten durch das Ölziehen verblüffen gerade in Anbetracht der Einfachheit dieses Verfahrens.

Auch wenn bei Ihnen keine akuten Krankheiten vorliegen: Das Ölziehen ist eine kostengünstige und einfache Art, den Körper auf sanfte Art und Weise von Giftstoffen zu befreien und somit eine Verbesserung des Allgemeinbefindens und eine Stärkung des Immunsystems herbeizuführen.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Das Ölziehen benötigt nicht mehr als 15 Minuten – mindestens jedoch 10 Minuten – Zeit täglich und ein geringes Maß an Überwindung.

Morgens, noch vor dem Frühstück und dem Zähneputzen, wird ein Teelöffel kalt gepresstes Öl in den Mund genommen, durch die Zähne gezogen, im Mundraum hin- und her bewegt und „gekaut“. Die anfänglich dickflüssige Konsistenz des Öls ändert sich durch den Zusatz von Speichel in eine dünnflüssige.

Nach 10 bis 15 Minuten wird das Öl ausgespuckt (am besten in ein  Papiertaschentuch). Es ist jetzt von weißer Farbe und – mikroskopisch sichtbar – mit biochemischen Rückständen und Mikroorganismen versetzt.

Nach dem Ölziehen sollte der Mund mehrfach mit warmem Wasser ausgespült und anschließend gründlich die Zähne geputzt werden.


Anwendungstipps

# Verwenden Sie kalt gepresstes Pflanzenöl, dessen Sorte Sie von Ihrem Geschmack abhängig machen.

# Traditionell wird Sonnenblumenöl verwendet.

# Ziehen Sie das Öl morgens, noch auf nüchternen Magen und vor dem Zähneputzen.

# Ziehen Sie das Öl ca. 10 - 15 Minuten lang durch ihren Mund, ohne es zu verschlucken.

# Das Verfahren sollte, im Sinne einer kurmäßigen Anwendung, mindestens vier Wochen lang durchgeführt werden.

# Nach der Anwendung das Öl ausspucken (Papiertaschentuch) und Zähne gründlich reinigen

 

Indikationen

  • Krankheiten und Beschwerden, die durch Schwermetallvergiftungen (z. B. Amalgam), Medikamentenbelastung (Cortison usw.) Umweltbelastungen etc. hervorgerufen werden
  •  Zahn- und Zahnfleischerkrankungen
  •  hellt die Zahnfarbe auf
  • Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen
  • Krankheiten des Bewegungsapparates (Rheuma, Gelenkschmerzen usw.)
  • Hautkrankheiten, Abszesse
  • chronische Kiefer- und Stirnhöhlenvereiterung
  • Erkrankungen der oberen Luftwege (Grippale Infekte, Husten, Halsschmerzen, Bronchitis)
  • Magen-Darmprobleme

 

Kontraindikationen (aus Erfahrungsberichten)

  • einige Menschen berichteten, dass sich Zahnfüllungen oder Kronen lockerten bzw. sich ganz ablösten
  • einige Menschen berichteten von vorübergehender Verstärkung der Beschwerden und Krankheitssymptome im Sinne einer Erstverschlimmerung


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P h y t o t h e r a p i e


Definition.

Der französische Arzt Henri Leclerc (1870 – 1955) führte den Begriff „Phytotherapie“ in die Heilkunde ein. Phytotherapie bedeutet Pflanzenheilkunde und ist die Wissenschaft, die sich mit der Anwendung pflanzlicher Heilmittel am kranken Menschen befasst.

Unter dem Begriff Heilpflanzenkunde bzw. Arzneipflanzenlehre versteht man den Oberbegriff für das gesamte Gebiet der Lehre von den Arzneipflanzen, das sich in folgende 4 Einzelgebiete aufteilt:  

1.        Die Phytochemie befasst sich mit der chemischen Struktur und den Eigenschaften der Pflanzeninhaltstoffe.

2.        Die Phytopharmazie = Pharmakognosie ist die Lehre von den Arzneidrogen.

3.        Die Phytopharmakologie ist die Wissenschaft, die die Wirkung der Heilpflanzen im Organismus untersucht.

4.        Das Gebiet der Phytotherapie umfasst sämtliche Arzneipflanzen, die in Form wässriger oder alkoholischer Extrakte eingesetzt werden. Isolierte Pflanzenwirkstoffe (= Reinstoffpräparate), gehören nicht mehr zu den Arzneimitteln der Phytotherapie im engeren Sinne.


Entwicklung

Die Geschichte der Pflanzenheilkunde ist gleichzeitig die Geschichte der gesamten Heilkunde, da natürliche Heilmittel, insbesondere die Heilpflanzen, viele Jahrhunderte lang einziger Arzneischatz der Ärzte und Rohstoffquelle zur Medikamentenherstellung waren. Bereits die alten Ägypter kannten Arzneipflanzen. Viele der damals verwendeten Pflanzen haben auch heute noch einen hohen Stellenwert., wie z. B. Anis und Kümmel, aber auch die starke Wirkung von Mohn und Mutterkorn war bereits bekannt.

Im frühen Mittelalter entstand in Europa durch das Abschreiben von Handschriften in den Klöstern die „Klostermedizin“, in der hauptsächlich von Kräutern und deren Heilwirkung berichtet wurde. Die Schriften der berühmten Äbtissin Hildegard von Bingen haben große Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Heilkräuternamen, die hier zum ersten Mal in größerer Zahl neben den lateinischen Bezeichnungen genannt  wurden.

Eine entscheidende Wende trat im 19. Jahrhundert mit den Fortschritten in Medizin und Naturwissenschaften ein. Durch den Aufschwung der Chemie gelang die Synthese vieler Arzneistoffe, so dass die Pflanzenheilkunde zeitweilig in den Hintergrund trat. Gleichzeitig führte die Chemie dazu, dass viele Wirkstoffe altbekannter Heilpflanzen isoliert und als Reinsubstanzen hergestellt werden konnten, die dann weiteren chemischen Analysenmethoden zugänglich waren. Auf diese Weise wurde es möglich, die Wirkung mancher Arzneipflanze nachzuweisen – die Phytotherapie wurde zu einer wissenschaftlichen Lehre von der Anwendung der Heilpflanzen.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Pflanzliche Arzneimittel werden zum innerlichen Gebrauch als Tee, Saft, Tropfen, Tabletten, Kapseln oder Dragees eingesetzt. Äußerlich verwendet man Pflanzenauszüge zum Gurgeln, zu Waschungen und Bädern oder als Zusätze in Salben und Cremes.


Indikationen

  • Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Erkältungskrankheiten
  • akute und chronische Magenerkrankungen
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Blähungen (Meteorismus
  • Durchfallkrankheiten
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Madenwürmer
  • Leber- und Gallekrankheiten
  • Herz- und Kreislaufkrankheite
  • Blutdruckanomalien
  • altersbedingte Durchblutungsstörungen (Geriatrie)
  • Erkrankungen des Venensystems, Krampfadern
  • Krankheiten der Nieren und ableitenden Harnwege
  • Blasenentzündung
  • Rheumatische Erkrankungen
  • chronische Arthritis
  • Krankheiten des Nervensystems
  • Schlafstörungen und Unruhezustände
  • depressive Verstimmungen
  • Erkrankungen des Auges
  • Hauterkrankungen
  • stumpfe Verletzungen

 

Kontraindikationen

Zu beachten ist, dass „pflanzlich“ nicht in jedem Fall mit „harmlos“ gleichzusetzen ist und auch von Pflanzen starke Wirkungen und vor allem im Dauergebrauch Nebenwirkungen ausgehen können.

 


Q i   G o n g

 

Definition

„Qi“ bedeutet soviel wie Lebensenergie, Atem, Dampf, Kraft. „Gong“ wird mit den Worten Übung, Fähigkeit, Pflege übersetzt.

„Qi Gong“ ist also die Übung mit der Lebensenergie. Manche Übersetzer beschreiben es auch als „Kultur der vitalen Energie“.

Qi Gong dient an erster Stelle der Erhaltung der Gesundheit sowie der körperlichen und geistigen Erholung und trägt zur Stärkung der Lebenskraft bei.

 

Entwicklung

Qi Gong ist eine aus China stammende Bewegungskunst, die einen wichtigen Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bildet. Die Anfänge des Qi Gong gehen in die Zeit vor 2000 – 4000 Jahren zurück.

Es handelt sich um eine natürliche, ganzheitliche und entspannende Übungsmethode für Menschen jeden Alters.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Die Basis aller Qi Gong-Übungen ist die Kombination von Atem- und Körperübungen bzw. Meditation.

Als Bewegungsmeditation zielt es nicht auf eine Maximierung sportlicher Fähigkeiten im Sinne des Leistungssportes, sondern versucht, den Menschen in seiner körperlichen und geistig-seelischen Gesamtheit anzusprechen.

Im Qi Gong existiert keine Trennung von Körper und Geist, da beide durch den so genannten feinstofflichen Wesensbereich miteinander verbunden sind. Das bedeutet, dass sich jede körperliche Übung auf das Bewusstsein auswirkt und durch die Koordination von Atem, Bewegung und Bewusstsein mit der Lebensenergie (Qi) harmonisiert und in Einklang gebracht werden kann.

Die heilgymnastischen Übungen können auch ergänzend als Therapie bei funktionellen und physischen Störungen angewandt werden, denn im Verlauf der Übungen werden in ausgewogener Weise alle Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen beansprucht.

Die gerade Haltung des Rückens bewirkt einen Dehneffekt der Wirbelsäule, durch den die Bandscheiben entlastet werden. Auch das Nervensystem wird von der Rückenhaltung beeinflusst. Es reguliert Vorgänge wie Verdauung, Atmung, Stoffwechsel, Kreislauf, Ausscheidungen, Drüsentätigkeit usw. und regelt unsere Beziehung zur Umwelt.

Die Übungen des Qi Gong fördern die Geschmeidigkeit der Muskeln und damit gleichzeitig die Arbeit des Nervensystems. Die gleichmäßigen und fließenden  Bewegungen wirken entspannend und können zunächst in einen meditativen Zustand und bei zunehmender Vertiefung sogar zu einer erholsamen Versenkung führen. So kann Qi Gong dazu beitragen, Überreiztheit, Nervosität und andere Streßerscheinungen abzubauen.

Wesentliches Merkmal des Qi Gong ist die Ausgeglichenheit, d. h. extreme Bewegungen sollen vermieden werden. Dieses Prinzip findet seinen Ausdruck in der Art und Weise, wie die Übungen ausgeführt werden. Es sind Abfolgen von harmonischen und fließenden Bewegungen, mit denen eine einheitliche Bewegung des ganzen Körpers angestrebt wird. Auch die Verbundenheit von Ruhe und Bewegung oder das Halten innerer Aufmerksamkeit entsprechen den Prinzipien aller Körperübungen.

Im Qi Gong gibt es viele verschiedene Bewegungen, die im Rhythmus des eigenen Atems nach dem Yin-Yang-Prinzip ausgeführt werden. Charakteristisch hierfür ist der ständige zyklische Wechsel und die damit verbundene Bezogenheit der Pole aufeinander. Auf die Praxis bezogen bedeutet das, dass jede Bewegung ihre Gegenbewegung hat (auf Einatmen folgt Ausatmen, auf vorwärts folgt rückwärts, auf Heben folgt Senken etc.) und dass sich bei der Bewegung eines Körperteils alle anderen Körperteile im gleichen Maße mitbewegen müssen.

Das Yin-Yang-Prinzip prägt den Aufbau der Bewegungsabfolgen. So sollen z. B. das Beugen und Strecken der Beine bei der Gewichtsverlangerung von einem Bein auf das andere aufeinander bezogen sein und kontinuierlich erfolgen.

Neben dem Yin-Yang-Prinzip sind Weichheit, entspannte Bewegung und Nicht-Tun weitere Prinzipien des Qi Gong. Während des Übens sollen alle Gelenke möglichst locker gelassen und die nicht belasteten Muskeln entspannt werden. An Stelle von Kraft soll die Aufmerksamkeit benutzt werden, um das Qi zu lenken – ebenfalls in einer entspannten Art und Weise.

Die geforderte Bewegungsökonomie bei der Ausführung der Übungen entspricht dem Prinzip des Nicht-Tun. Die Bewegungen sind funktionell, d. h. es gibt keine überflüssigen Bewegungen. Auch die Körperhaltung ist so angelegt, dass nur eine geringe Muskelanspannung entsteht.

 

Indikationen

  • Nervensystem (Überreiztheit, Nervosität, Stressabbau
  • funktionelle und physische Störungen
  • Atmungsregulation
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Anregung des Kreislaufs
  • Anregung der Ausscheidung
  • Anregung der Drüsentätigkeit

 

Kontraindikationen

Bettlägerigkeit


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Reflexzonenmassage = F u ß r e f l e x z o n e n m a s s a g e

 

Definition:

Die Fußreflexzonenmassage ist eine punktuelle Druckmassage, bei der die Körperbezugszonen am Fuß stimuliert werden und somit eine Reaktion in den entsprechenden Körperpartien hervorgerufen wird.

Fußreflexzonenmassagen aktivieren den Stoffwechsel, gleichen das Nervensystem aus, sorgen für Entspannung und machen fit. Wenn man zudem auf eine ausreichende Trinkmenge und gutes Schuhwerk achtet, lassen sich höchst wohltuende Wirkungen erleben.

 

Entwicklung:

Reflexzonen gehören zu den ältesten Heilmethoden, die in allen Kulturen genutzt wurden. Die ersten Zeugnisse darüber sind uns als Tätowierungen auf dem Rücken eines Mannes überliefert, der vor ca. 5.300 Jahren von einem Schneesturm überrascht wurde und uns so in einem Gletscher konserviert wurde.

Die neuzeitliche Nutzung der Reflexzonen begann mit den amerikanischen Brüdern Griffin, die 1834 erstmals die Verbindung zwischen Organstörungen und Wirbelsäulenreaktionen aufzeigten.

1893 beschrieb dann der englische Arzt Henry Head die Hautzonen am Rücken (Headsche Zonen).

Etwa zur selben Zeit entdeckte der amerikanische Arzt William Fitzgerald, dass die Indianer in einer besonderen Weise die Füße massierten. Dabei gelang es ihm, den Aufbau der Fußreflexzonen zu entschlüsseln. Er erkannte, dass sich die linke Körperseite am linken und die rechte Körperseite am rechten Fuß widerspiegelt und entwickelte daraus eine Systematik, die nach wie vor als Grundlage für die Behandlung der Fußreflexzonen dient - die Zonentherapie. Dr. Fitzgerald stellte fest, dass bei lokalem Druck auf bestimmte Körperstellen eine  weiterreichende Wirkung innerhalb gewisser Zonen auftrat, weshalb er die Körperseiten in jeweils 5 Zonen aufteilte.

Ab da an traten die Fußreflexzonen ihren Siegeszug um die ganze Welt an, da mit ihrer Hilfe leicht das Wohlgefühl gesteigert und Gesundheit gefördert werden konnte, ohne auf irgendwelche Hilfsmittel (außer den Händen natürlich) zugreifen zu müssen.

Eunice Ingham, eine amerikanische Masseurin, griff die Idee Fitzgeralds auf und kam zu der Erkenntnis, dass die beste therapeutische Wirkung über die Füße erzielt wird. Dazu entwickelte sie eine spezielle Druckmassagetechnik mit den Fingern.

Als diese Methode  um 1950 mit Hanne Marquard nach Europa kam, war sie in New York schon seit 50 Jahren erfolgreich im Einsatz.

Heute erleben wir eine Renaissance der Fußreflexzonen und eine zunehmende wissenschaftliche Bestätigung.

 

Grundlagen und Wirkungsweise:

Neben den insgesamt 10 Längszonen bedient sich die Reflexzonenarbeit auch 3 horizontaler Körperzonen (Querzonen), wodurch die Projektion auf die Füße erleichtert wird:

1.        Querzone = oberhalb der Schulter -> beinhaltet Kopf- und Halsorgane

2.        Querzone = von Schulterlinie bis zu den unteren Rippenbögen/Gürtellinie -> beinhaltet Oberbauch- und Brustraumorgane

3.        Querzone = von der Gürtellinie bis zum Beckenboden -> beinhaltet Becken- und Bauchorgane

Projiziert man diese Zonen auf die Füße, liegt die erste Zone der Hals- und Kopforgane oberhalb der Zehengrundgelenke, die zweite Zone im Bereich der Mittelfußknochen und die dritte Zone der Becken- und Bauchorgane im Fußwurzelbereich bis zu den Knöcheln.

Reflexzonen der Organe sind hauptsächlich an der Fußsohle zu finden, die der Muskulatur, Knochen und Nerven dagegen auf dem Fußrücken. Die Organe der rechten Körperhälfte befinden sich am rechten Fuß, die der linken am linken Fuß.  Organe der Körpermitte liegen an der Innenseite des Fußes und paarig angelegte Organe an beiden Füßen. Der Kopf spiegelt sich an den großen Zehen wider und als Einheit nochmals an den großen Zehen.

 

Indikationen:

  • Allergien                 (Nebennieren, Hypophyse, Keimdrüsen, Lymphwege, Leber, Galle, Milz, Darm, Sonnengeflecht)
  • Asthma bronchiale    (Atmungsorgane, Sonnengeflecht, Darm, Nebennieren)
  • Blähungen               (Darm, Sonnengeflecht)
  • Bluthochdruck          (Oberbauch, Nieren, Sonnengeflecht)
  • Diabetes mellitus      (Bauchspeicheldrüse, Hypophyse, Schilddrüse, Leber, Milz)
  • Gallenblasenerkrankungen        (Gallenblase, Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm, Sonnengeflecht)
  • Halswirbelsäulensyndrom         (Nacken, Wirbelsäule, Kopf, Zähne, Sonnengeflecht)
  • Hautkrankheiten       (Nieren, Hypophyse, Schilddrüse, Keimdrüsen, Milz, Darm, Nebennieren)
  • Migräne                  (Kopf, HWS, Nebenhöhlen, Lymphe, Darm, Magen, Leber, Gallenblase, harnableitende Wege, Sonnengeflecht)
  • Narben                   (entsprechende Organzonen am Fuß)
  • Ohrenerkrankungen  (Ohren, obere Lymphe, Zähne, Milz, Sonnengeflecht)
  • Psoriasis/Schuppenflechte        (Schilddrüse, Nieren, Nebennieren, Hypophyse)
  • Sinusitis/Nebenhöhlenentzündung   (Kopf, obere Lymphe, Lunge, Milz, Leber, Dickdarm, Blase, Bauchspeicheldrüse)
  • Verstopfung             (Dickdarm, Dünndarm, Leber, Galle, Nebennieren, Kreuzbein, Sonnengeflecht)

 

Kontraindikationen:

Fußreflexzonenmassagen dürfen nicht angewendet werden bei:

  • Patienten mit Infektionskrankheiten und hohem Fieber
  • akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsysem
  • Gangrän (fressendes Geschwür, Nekrose des Gewebes infolge Durchblutungs- und Ernährungsstörungen,
                  bakterieller Fäulnis)
  • großflächigen Pilzerkrankungen
  • Risikoschwangerschaften


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Reflexzonenmassage = H a n d r e f l e x z o n e n m a s s a g e

 

Definition:

Die Handreflexzonenmassage ist eine punktuelle Druckmassage, bei der die Körperbezugszonen an den Händen stimuliert werden und somit eine Reaktion in den entsprechenden Körperpartien hervorgerufen wird.

Handreflexzonenmassagen aktivieren den Stoffwechsel, gleichen das Nervensystem aus, sorgen für Entspannung und machen fit.


Entwicklung:

Die Handreflexzonenmassage zählt zu den ältesten Heilmethoden der Welt.

Praktiziert wurde sie vorwiegend innerhalb der traditionellen chinesischen Medizin, die auf der Erkenntnis von 12 Energiemeridianen und deren Verlauf am menschlichen Körper basiert.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde von Dr. Fitzgerald, einem amerikanischen Arzt, die Zonentherapie entwickelt. Er stellte fest, dass bei lokalem Druck auf bestimmte Körperstellen eine weiterreichende Wirkung innerhalb gewisser Zonen auftrat.


Grundlagen und Wirkungsweise:

Neben den insgesamt 10 Längszonen bedient sich die Reflexzonenarbeit auch 3 horizontaler Körperzonen (Querzonen), wodurch die Projektion auf die Füße erleichtert wird:

  1. Querzone = oberhalb der Schulter -> beinhaltet Kopf- und Halsorgan
  2. Querzone = von Schulterlinie bis zu den unteren Rippenbögen/Gürtellinie -> beinhaltet Oberbauch- und Brustraumorgan
  3. Querzone = von der Gürtellinie bis zum Beckenboden -> beinhaltet Becken- und Bauchorgane

Projiziert man diese Zonen auf die Hände, liegt die erste Zone der Hals- und Kopforgane oberhalb der Fingergrundgelenke, die zweite Zone im Bereich der Mittelhandknochen und die dritte Zone der Becken- und Bauchorgane im Handwurzelbereich bis zu den Knöcheln.

Reflexzonen der Organe sind hauptsächlich an der Handinnenseite zu finden, die der Muskulatur, Knochen und Nerven dagegen auf dem Handrücken.

Die Organe der rechten Körperhälfte befinden sich an der rechten Hand, die der linken an der linken Hand.

Organe der Körpermitte liegen an der Innenseite des Fußes und paarig angelegte Organe an beiden Händen.

Der Kopf spiegelt sich an den Daumen wider und als Einheit nochmals am obersten Daumenglied.

 

Indikationen:

  • Allergien                 (Nebennieren, Hypophyse, Keimdrüsen, Lymphwege, Leber, Galle, Milz, Darm, Sonnengeflecht)
  • Asthma bronchiale    (Atmungsorgane, Sonnengeflecht, Darm, Nebennieren)
  • Blähungen               (Darm, Sonnengeflecht)
  • Bluthochdruck          (Oberbauch, Nieren, Sonnengeflecht)
  • Diabetes mellitus      (Bauchspeicheldrüse, Hypophyse, Schilddrüse, Leber, Milz)
  • Gallenblasenerkrankungen        (Gallenblase, Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm, Sonnengeflecht)
  • Halswirbelsäulensyndrom         (Nacken, Wirbelsäule, Kopf, Zähne, Sonnengeflecht)
  • Hautkrankheiten       (Nieren, Hypophyse, Schilddrüse, Keimdrüsen, Milz, Darm, Nebennieren)
  • Migräne                  (Kopf, HWS, Nebenhöhlen, Lymphe, Darm, Magen, Leber, Gallenblase, harnableitende Wege,                                      Sonnengeflecht)
  • Narben                   (entsprechende Organzonen am Fuß)
  • Ohrenerkrankungen  (Ohren, obere Lymphe, Zähne, Milz, Sonnengeflecht)
  • Psoriasis/Schuppenflechte        (Schilddrüse, Nieren, Nebennieren, Hypophyse)
  • Sinusitis/Nebenhöhlenentzündung   (Kopf, obere Lymphe, Lunge, Milz, Leber, Dickdarm, Blase, Bauchspeicheldrüse)
  • Verstopfung             (Dickdarm, Dünndarm, Leber, Galle, Nebennieren, Kreuzbein, Sonnengeflecht)

 

Kontraindikationen:

Handreflexzonenmassagen dürfen nicht angewendet werden bei:

  • Patienten mit Infektionskrankheiten und hohem Fieber
  • akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsystem
  • Gangrän (fressendes Geschwür, Nekrose des Gewebes infolge Durchblutungs- und Ernährungsstörungen,
                  bakterielle Fäulnis)
  • großflächigen Pilzerkrankungen
  • Risikoschwangerschaften


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Reflexzonenmassage = O h r r e f l e x z o n e n m a s s a g e

 

Definition

Die Ohrreflexzonenmassage beruht auf der Vorstellung, dass der Mensch auf die Ohrmuschel projiziert werden kann, und zwar kopfüber wie ein Embryo im Mutterleib. Das Ohrläppchen entspricht somit der Gesichtsregion.

Durch die Ohrreflexzonenmassage wird auf reflektorischem Wege eine therapeutische Wirkung erzielt.

 

Entwicklung

Die Ohrreflexzonenmassage ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und stellt somit eine sehr alte Heilmethode dar.

 

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Das Ohr lässt sich in folgende Bereiche aufteilen:

Gesichtsregion           Ohrläppchen

Kopfregionknorpeliger Vorsprung vor dem äußeren Gehörgang, gegenüberliegender Teil der Ohrmuschel

Wirbelsäule               die zum äußeren Rand der Ohrmuschel gegenüberliegende Windung

Extremitäten              Gebiet zwischen Ohrleiste oder äußerer Rand der Ohrmuschel

Innere Organe           Höhle in der Ohrmuschel

Becken                     unterer Schenkel der Ohrleiste

Hüftgelenk/Knie/Füße   oberer Schenkel der Ohrleiste

Gebärmutter              dreieckige Grube zwischen den Schenkeln der Ohrleiste

 

Das Ohrläppchen wird in 9 Regionen aufgeteilt, die verschiedenen anatomischen Bereichen zugeordnet sind:

  1. Region  = Zähne des Unterkiefers
  2. Region  = Zunge + Gaumen
  3. Region  = Unterkiefer im oberen Teil  + Oberkiefer im unteren Teil
  4. Region  = Zähne des Oberkiefers
  5. Region  = Auge
  6. Region  = Innenohr
  7. Region  = keine speziellen Zugehörigkeiten
  8. Region  = Mandeln + Rachen
  9. Region  = keine speziellen Zugehörigkeiten

 

Zwei spezielle Punkte sind der Shen-Men (Tor der Götter) und der Vegetativumpunkt.

Der Shen-Men ist der wichtigste Punkt zur Aufhebung der  Schmerzempfindung.

Der Vegetativumpunkt hat große Bedeutung bei allen vegetativ bedingten Erkrankungen.

 

Indikationen

Allgemein:

  • leichte und mittelschwere Schmerzzuständ
  • Kopfschmerzen
  • Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Hexenschuß
  • Ischialgie
  • vegetative und psychosomatische Störunge
  • Verstopfung

Der Punkt Shen-Men wird behandelt:

  • bei Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Nervosität, Angstzuständen, psychosomatischen Störung
  • zur Schmerzstillun
  • zur Entzündungshemmung

Der Vegetativumpunkt wird behandelt bei

  • neurogenen Störungen des Magen-Darm-Traktes
  • Kollaps, Blutdruckanomalien, Herzrhythmusstörungen
  • hormonellen Störungen

 

Kontraindikatione

  • infektiöse, fieberhafte Erkrankungen
  • Erkrankungen mit Operationsindikation
  • schwere Depressionszustände
  • Risikoschwangerschaften
  • bei Schwangerschaften dürfen die hormonaktiven Punkte nicht behandelt werden


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R e i k i


Definition:

Reiki ist ein japanisches Wort für Lebensenergie und gleichsam der Name für eine uralte Entspannungs- und Heilmethode, die es uns ermöglicht, die Übertragung von feinstofflicher Energie durch sanftes Auflegen der Hände zu verstärken.

Ein Mensch, dessen Körper ausreichend und harmonisch von Lebensenergie durchströmt wird, erfreut sich körperlich, emotional und geistig bester Gesundheit.


Entwicklung:

Zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die durch das Auflegen der Hände Heilenergien an andere Menschen weitergaben. Die Fähigkeit der Übertragung von Energien  über das Auflegen der Hände ist allerdings eine Begabung, die jeder Mensch in sich trägt.

Der Japaner Sensei Mikkao Usui rekultivierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts diese Entspannungs- und Heilmethode, die es uns wieder ermöglicht, unsere Hände als Medium für natürliche Lebensenergie zu erfahren.

Da das Praktizieren von Reiki keine besonderen Vorkenntnisse erfordert, kann es von Menschen jeden Alters leicht erlernt werden.


Grundlagen und Wirkungsweise:

Reiki aktiviert unsere Selbstheilungskräfte und verhilft zu allgemeinem Wohlbefinden.

Reiki ist sehr hilfreich für alle Berufe im pflegerischen Bereich, sei es in der Altenpflege, im Kindergarten oder auch im Tier- und Pflanzenbereich.

Reiki lässt sich sehr gut mit anderen Heilmethoden  und Therapien kombinieren und kann bei  jeder medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung unterstützend eingesetzt werden.

Reiki ist eine wunderbare Unterstützung in der Schwangerschaft sowie während und nach der Geburt.

Reiki ist eine segensreiche Möglichkeit der liebevollen Unterstützung in der Sterbebegleitung, sowohl für den Sterbenden als auch für die ihn begleitenden Personen.

Reiki unterstützt Entspannungs- und Meditationsformen wie z. B. Yoga, autogenes Training, Tai-Chi, etc.

 

Indikationen:

Reiki be/wirkt auf der

körperlichen Ebene

  • Schmerzlinderung
  • Förderung der Durchblutung
  • Entgiftung
  • Entschlackung
  • Entkrampfung
  • wohltuend wärmend
  • Wundheilung verbessernd
  • krankheitsvorbeugend

emotionalen Ebene       

  • Entspannung
  • Vertrauen
  • Lebensfreude
  • Ausgeglichenheit
  • Freisetzung von Gefühlsblockaden
  • fördert die Qualitäten von Liebe und Mitgefühl

mentalen Ebene          

  • befreit vom Alltagsstress
  • verbessert die Lernfähigkeit
  • fördert das Erkennen  und Loslassen negativer Denkstrukturen

Kontraindikationen:

keine

 


S c h r ö p f e n


Definition:

Das Schröpfen ist ein Ausleitungsverfahren. Es regt die Selbstreinigung und dadurch die Selbstheilungskraft des Organismus an.

Mit Hilfe von Schröpfgläsern wird ein Unterdruck erzeugt, wodurch eine Ausleitung von Schadstoffen über die Haut angestrebt wird.

Deshalb wird Schröpfen auch zu de Hautreizmethoden gerechnet.

 

Historische Entwicklung:

Die Schröpfbehandlung ist Jahrtausende alt, älter als der Aderlass und die Blutegelbehandlung. Erste Hinweise auf diese Anwendungen sind auf einem mesopotamischen Arztsiegel etwa 3000 vor Christi dargestellt. Die chinesische Heilkunde einbezogen, können wir auf eine mindestens 5000 Jahre alte Geschichte der Schröpfanwendung zurückblicken. Im klassischen Griechenland wurde das Schröpfen so geschätzt, dass die Schröpfglocke zum Emblem des Arztes wurde.

Blutiges Schröpfen wurde zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert als „unärztlich“ betrachtet und ausschließlich von Badern und Steinschneidern durchgeführt. Durch Missbrauch in Verruf geraten und später überwiegend von Laientherapeuten durchgeführt, wurde dieses Ab- und Ausleitungsverfahren von Aschner wiederentdeckt.

 

Entstehung und Wirkungsweise:

Es wird unterschieden zwischen der Schröpfkopfmassage, trockenem Schröpfen und blutigem Schröpfen.

Bei der Schröpfkopfmassage wird mit einem Gummiball Luft aus dem Glas abgepumpt und dadurch ein Unterdruck erzeugt. Der zuvor mit Salben oder Öl eingeriebene Körper wird mit dem Saugglas massiert. Dieses Verfahren kann auch zur Lockerung der Muskulatur als Vorbereitung für andere Therapieverfahren (z. B. Wirbelsäulentherapie nach Dorn) angewandt werden. Die Schröpfkopfmassage ist also in ihrer Wirkung her mit einer Bindegewebsmassage vergleichbar. Sie wird normalerweise rechts + links neben der Wirbelsäule durchgeführt, wodurch es zu einer vermehrten Hautdurchblutung in diesem Gebiet kommt. Da sich die Muskulatur entkrampft, kann eine wesentliche Voraussetzung für die psychische Entspannung des Patienten erreicht werden, was die Selbstheilungskräfte anregt.

Sinn des trockenen Schröpfen ist es, über die entsprechenden Dermatome (Hautsegmente, die von einem Rückenmarknerv versorgt werden) eine entlastende Funktion auf die zugeordneten Organe zu erreichen. Das dabei erzeugte Hämatom (Bluterguss) wirkt einerseits im Sinne einer Eigenblutbehandlung, andererseits kommt es zu einer verbesserten Blutversorgung des behandelten Areals.

Sinn des blutigen Schröpfens ist es, im gestauten Gebiet eine Entlastung zu erreichen. Des weiteren hat blutiges Schröpfen eine blutverdünnende, entzündungshemmende, krampflösende und schmerzstillende Wirkung.

Durch das Setzen von evakuierten (unter Vakuum stehenden) Schröpfgläsern auf die Haut wird eine Saugwirkung auf das darunter liegende Gewebe ausgeübt, die zu einer Hyperämie mit kleinen Blutaustritten ins Gewebe führt. Da sich die Schröpfzonen, auf die die Gläser gesetzt werden, oft unmittelbar über den paravertebralen Ganglien (neben einem Wirbel liegende Geschwulst/Nervenknoten) befinden, wirkt Schröpfen nicht nur lokal, sondern außerdem segmental und über kutiviszerale Reflxe (Hautreflexe) auch auf innere Organe.

So werden durch das Schröpfen Durchblutung und Stoffwechsel verbessert, Muskelverspannungen und Gelosen (Gewebeaufquellung durch Ansammlung von interstitiellem Wasser, wodurch das Gewebe weich und eindrückbar wird) beseitigt, sowie Spasmen an inneren Organen gelöst.

Der schmerzlindernde Effekt in der Reflexzone wird durch die Freisetzung von Endorphinen und den verstärkten Abbau von Prostaglandinen (hormonähnliche Substanzen) verursacht. Zudem wird die Selbstregulation aktiviert.


Indikationen:

  • akute + chronische Entzündungen
  • HNO-Erkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Erkrankungen des Verdauungsapparates
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Nephrogene Erkrankungen (Nieren- und Nebennierenerkrankungen, Nebenniereninsuffizienz)
  • Hormonelle Dysbalancen
  • Migräne und Neuralgien (Nervenschmerzen)
  • Depressionen
  • Schwächezustände


Kontraindikationen:

  • akute Entzündungen der zu behandelnden Hautareale
  • allergische Hautveränderungen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Kreislaufschwäche
  • Schwangerschaft


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S c h ü s s l e r - S a l z e   =   B i o c h e m i e   n a c h   D r .   S c h ü s s l e r

 

Definition:

Grundlage der Therapie mit Mineralstoffen nach Schüssler ist , anorganische Salze als Medikamente zuzuführen, um einen Mangel auszugleichen. Es ist nicht das Ziel, die fehlende menge an Mineralstoffen  zu ersetzen, vielmehr soll durch die Einnahme ein Reiz ausgelöst werden, der die Zelle zu einer vermehrten Aufnahme der Salze aus der Nahrung anregt.

Unter dem Begriff Mineralstoffe versteht man im weiteren Sinne anorganische Stoffe, die auf natürlichem Weg in der Erdkruste entstanden sind. Viele Mineralstoffe sind unentbehrlich für den lebenden Organismus. Sie befinden sich im Blut und in den Zellen aller Organe in unterschiedlichen Konzentrationen. Ihr ausgewogenes Verhältnis zueinander ist Voraussetzung für den reibungslosen Verlauf aller Funktionen. Eine Störung im Gleichgewicht, besonders ein Mangel an diesen Substanzen, führt zur Krankheit. Mineralstoffe werden dem Körper als Salze zugeführt und in Form von Anionen und Kationen (kleinste elektrisch geladene Teilchen) aufgenommen.

 

Entwicklung:

Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler entdeckte schon frühzeitig sein Interesse an der Homöopathie, der er sich in den ersten Jahren seiner erfolgreichen Praxistätigkeit ganz widmete. Gleichzeitig suchte er nach einer Therapie, die im Gegensatz zu dem großen Arzneischatz der Homöopathie nur mit wenigen Mitteln auskam.

In jahrelangen praktischen Versuchen stellte er fest, dass die Asche von organischem material eine sich wiederholende Zusammensetzung an Mineralstoffen aufweist, die folglich auch in der lebenden Zelle vorhanden sein müssen.

Auf dem Weg zu einem neuen Heilverfahren wurde Schüssler stark von der Lehre Rudolf Virchows beeinflusst (Begründer der Zellularpathologie). Virchow vertrat die Ansicht, dass alles Leben und ebenso alle krankhaften Vorgänge an die Zellen des Körpers in ihren Geweben und Organen gebunden sind. Dementsprechend sind die Ursachen für Entstehung und Wesen einer Krankheit in den Veränderungen der Zelle zu suchen. Schüssler teilte diese Auffassung und entwickelte eine Theorie, die besagt, dass die ordnungsgemäße Zelltätigkeit von einem bestimmten  Gehalt an Mineralstoffen abhängt. Er bringt zum Ausdruck, dass er mit nur 12 anorganischen Stoffen arbeitet. Diese Mineralstoffe nannte er Funktionsmittel und bezeichnete sein Verfahren als Biochemie (bios = Leben, Chemie = Wissenschaft von der Zusammensetzung und Umwandlung der Stoffe und ihrer Verbindungen).

Heute wird die Bezeichnung Biochemie in einem weit größeren Umfang verstanden. Es handelt sich um eine Grundlagenwissenschaft, die alle Lebensvorgänge im Organismus, wie Stoffwechsel, Atmung, innere und äußere Sekretion und Ausscheidung mit den Methoden der Chemie untersucht.

 

Grundlagen und Wirkungsweise:

Die „Biochemie nach Schüssler“ beruht nicht auf dem Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie, sondern gründet sich auf die physiologisch-chemischen Vorgänge im Körper und die Funktion der Mineralstoffe im Stoffwechselgeschehen.

Obwohl sich Schüssler in seinen Theorien immer mehr von dem Leitgedanken der Homöopathie entfernte, behielt er ihre Herstellungstechnik bei und setzte die anorganischen Salze zu Behandlung von Krankheiten in Form homöopathischer Potenzen ein. So werden die biochemischen Funktionsmittel mit Milchzucker verrieben und nach den Regeln der Homöopathie potenziert. Durch die Potenzierung erlangen die Salze eine höhere Energiestufe und gleichzeitig höchste Reaktionsfähigkeit. In form ihrer Ionen (elektrisch geladene Teilchen, aus denen die Molekühle bestehen) durchdringen sie die Zellwand und beeinflussen den Stoffaustausch zwischen dem Extrazellularraum und dem Zellinneren in günstiger Weise. Bei der von Schüssler neu entwickelten Therapie kommt es auf den Reiz an, den ein Arzneistoff auf den Körper ausübt, um seine Selbstheilungskräfte anzuregen. Dazu genügen kleinste Mengen des entsprechenden Mineralsalzes.

In der Therapie mit biochemischen Mitteln richtet sich die qualitative und quantitative Auswahl nach den  normalen Konzentrationen der Salze in den entsprechenden Zielorganen und nach den Mengen, in denen sie bei den jeweiligen Krankheitsbildern vorliegen oder ausgeschieden werden.

 

Die 12 Funktionsmittel nach Schüssler und ihre Indikationen

Im Mittelpunkt der Therapie nach Dr. Schüssler stehen zwölf Mineralstoffe, die sich im Blut und in den Geweben befinden. Da jedes dieser Salze bestimmte Körperfunktionen beeinflusst, nannte er sie Funktionsmittel.

Das zwölfte Mittel (Calcium sulfuricum) hat Schüssler später eliminiert und seine Therapie nur noch mit elf Mitteln betrieben. Von seinen Nachfolgern wurde dieses Mittel jedoch wieder aufgenommen.

         #1    Calcium fluoratum                      (Kalziumfluorid)                        Salz des Bindegewebes, der Gelenke und                                                                                                                 der Haut

         #2    Calcium phosphoricum               (Kalziumphosphat)                    Salz der Knochen und Zähne

         #3    Ferrum phoshoricum                  (Eisenphosphat)                       Salz des Immunsystems

         #4    Kalium chloratum                       (Kaliumchlorid)                         Salz der Schleimhäute

         #5    Kalium phosphoricum                 (Kaliumphosphat)                      Salz der Nerven und der Psyche

         #6    Kalium sulfuricum                       (Kaliumsulfat)                           Salz der Entschlackung

         #7    Magnesium phosphoricum           (Magnesiumphosphat)               Salz der Muskeln und Nerven

         #8    Natrium chloratum                      (Natriumchlorid)                        Salz des Flüssigkeitshaushalts

         #9    Natrium phosphoricum                (Natriumphosphat)                     Salz des Stoffwechsels

         #10  Natrium sulfuricum                     (Natriumsulfat)                           Salz der inneren Reinigung

         #11  Silicea                                      (Kieselsäure)                             Salz der Haare, Haut  und des                                                                                                                                   Bindegewebes

         #12  Calcium sulfuricum                     (Kalziumsulfat)                           Salz der Gelenke

 

Nach Schüsslers Tod wurden noch 12 weitere Salze entdeckt, die eine wichtige Rolle im Mineralstoffhaushalt der Zellen spielen. Diese Salze verfeinern und ergänzen die Behandlung mit den Funktionsmitteln 1-12. Sie werden folgerichtig „Ergänzungsmittel“ genannt und mit den Nummern 13-24 bezeichnet. Diese Mineralstoffe enthalten in ihren Verbindungen Aluminium, Arsen, Brom, Jod, Kupfer, Lithium, Mangan und Zink.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die äußerliche Anwendung der Mineralsalze (Ausnahme Calcium sulfuricum) in Form von Salben.

 

Einnahmehinweis:

Während einer Behandlung mit biochemischen Mitteln sollte auf Alkohol, Nikotin und scharfe Gewürze verzichtet werden.

Grundsätzlich sollte man die gleichzeitige Einnahme unterschiedlicher Mittel vermeiden. Selten kommen mehr als 2 Mittel zur Anwendung

 

Medikation/Dosierung/Potenz:

Medikation, Potenzentscheidung und Dosierung sollten in Abstimmung mit einem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.


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S h i a t s u


Definition

Shiatsu ist eine ganzheitliche japanische Massagetechnik, deren Wurzeln in der chinesischen Tuina-Massage und der japanischen Anma-Massage liegen.

1964 wurde Shiatsu vom japanischen Gesundheitsministerium als eine von Anma unabhängige und eigenständige Behandlungsmethode anerkannt und definiert als „eine Form von manueller Behandlung, ausgeführt mit Daumen, Fingern und Handflächen, ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Instrumente. Durch Druck auf die menschliche Haut beseitigt sie innere Fehlfunktionen, fördert und erhält die Gesundheit und behandelt spezielle Krankheiten.“

 

Entstehung

Während Akupunktur und die Traditionelle Chinesische Medizin auf eine über  tausendjährige Geschichte zurückblicken können, ist Shiatsu im Vergleich dazu eine sehr junge Behandlungsmethode. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist es aus Unzufriedenheit über die abgeflachte japanische Anma-Massage entstanden, die nicht mehr zu Heilzwecken diente, sondern lediglich zum Vergnügen.

Nachdem man sich dann doch der therapeutischen Wurzeln von Anma erinnerte, die Erkenntnisse der westlichen Physiologie und Anatomie mit einbezog, nannte man die Kombination daraus Shiatsu.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Meridiane sind Energieleitbahnen, auf denen beim Gesunden die Lebensenergie - das Qi -  gleichmäßig und harmonisch zirkuliert.

Bei einem gestörten Energiefluss z. B. durch Stress, Krankheit oder Schwäche, kann das Qi durch Shiatsu mobilisiert, stimuliert und harmonisiert werden.

Shiatsu stimuliert z. B. das vegetative Nervensystem und hat eine ausgleichende und harmonisierende Wirkung auf den Organismus. Es dient der Erhaltung der Gesundheit, kann aber durchaus auch die Heilung konkreter Beschwerden fördern, vor allem funktionale und psychosomatische Störungen, wie Stress und Nervosität, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen, Müdigkeit und Energiemangel, Verdauungsprobleme, Störungen des vegetativen Nervensystems, Menstruations- und andere gynäkologische Bescherden sowie Atemwegserkrankungen. Durch die Anregung und Harmonisierung des Energieflusses können sich Blockaden auflösen. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und auf diese Weise können Beschwerden vermindert oder gar beseitigt werden.

Die Harmonisierung des Qi führt zu Ausgeglichenheit, Sensibilisierung, innerer Ruhe und Zentriertheit und einem verbesserten Körpergefühl.

 

Indikationen

  • Behinderungen im Fluss der Lebensenergie
  • akute Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen
  • Verspannungen, Nervosität, Schlafstörungen
  • Störungen des vegetativen Nervensystems
  • innere Unruhe
  • Menstruations- und andere gynäkologische Beschwerden
  • Atemerkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Blut- und Gefäßerkrankungen
  • Störungen und Krankheiten des Verdauungstraktes
  • Magenerkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Funktionsstörungen des Bewegungsapparates
  • Hautkrankheiten, Allergien
  • Störungen und Erkrankungen der Sinnesorgane
  • chronische Erkrankungen
  • chronische Müdigkeit und Energiemangel
  • Stärkung des Immunsystems (z. B. bei Infektanfälligkeit)
  • in der Suchttherapie
  • Aufrechterhaltung von Gesundheit und Lebensfreude


Kontraindikationen

  • schwerwiegende psychische Erkrankungen
  • Arbeit im Bereich frischer Verletzungen
  • Entzündungen
  • Krampfadern

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T u i n a

 

Definition

Tuina setzt sich zusammen aus den chinesischen Wörtern tui = schieben, drücken und na = greifen, ziehen.

Tuina, auch Tuina-Massage oder Tuina-Anma, ist die manuelle Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Aus westlicher Sicht handelt es sich um eine Mischung aus Elementen der Craniosacralen Therapie, der Akupressur und des Shiatsu sowie verschiedener Massagetechniken.


Entwicklung

Tuina basiert auf den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wo es nicht nur eingesetzt wird, um Gesundheit zu erhalten sondern auch zur Heilung von Krankheiten.


Grundlagen und Wirkungsweise

Der Ansatz geht von der Ganzheitlichkeit des Menschen aus, so dass grundsätzlich nicht nur eine Körperstelle allein behandelt wird.

Grundlegend ist das Prinzip von Yin und Yang, die laut TCM bei einem gesunden Menschen im Einklang sind. Bei einer Krankheit ist dieses Gleichgewicht gestört. Ebenso bedeutend ist die Theorie der Meridiane, der Energiebahnen im Körper. Die fließende Energie wird als „Qi“ bezeichnet. Krankheiten sind laut TCM entweder auf eine Störung des Energieflusses oder auf ein Ungleichgewicht der inneren Organe zurückzuführen.

Ist der Qi-Fluss zu schwach oder zu stark, blockiert oder gestaut, entstehen nach der chinesischen Lehrmeinung Krankheiten.

Mit Tuina sollen Blockaden der Meridiane aufgelöst und der Energiefluss gefördert, aber auch Organe beeinflusst werden.

Aufgrund ihrer schmerzstillenden  und muskelentspannenden Wirkung hilft die Methode bei Beschwerden des Bewegungsapparates, wie Hexenschuss, Prellungen, Zerrungen und Verspannungen, aber auch bei Gelenkschmerzen wie z. B. Arthrose.

Mit dem Einwirken auf die Meridiane wollen Tuina-Therapeuten zudem Effekte an entfernten Organen und Köperbereichen auslösen, beispielsweise zur Behandlung von Verdauungs- oder Menstruationsbeschwerden. Nach einer Geburt soll Tuina den Milchfluss anregen.

Säuglinge und Kinder sprechen gut auf die heilenden Griffe an, die dem zarten Köper entsprechend abgewandelt sind.

Auch Liebhaber von Wohlfühl-Massagen kommen auf ihre Kosten, denn Tuina kann die allgemeine Befindlichkeit verbessern, Stress abbauen und Krankheiten vorbeugen.

Im Gegensatz zu den  meisten anderen Massagen wird die Behandlung nicht am nackten, sondern am bekleideten Körper ausgeführt. Der Therapeut arbeitet mit den Fingerkuppen, Handballen, Handflächen  und dem Ellenbogen. Es geht darum, bestimmte Punkte der Meridianbahnen zu reizen. Dafür gibt es 18 Grund- und insgesamt ca. 300 Einzelgriffe. Die Haupttechniken sind Druck, Schiebe- und Reibetechniken, Vibration, Bewegung von Gelenken und Bewegung auf dem Gewebe sowie „kneifendes Greifen“, wodurch die Behandlung durchaus schmerzhaft sein kann.


Indikationen

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (Gelenk- und Rückenschmerzen, Hexenschuss, Prellungen, Zerrungen)
  • arterielle Hypertonie
  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Übelkeit
  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Verstopfung
  • gynäkologische Erkrankungen und Menstruationsbeschwerden
  • Bettnässen
  • Anregung des Milchflusses nach der Geburt
  • Schlafstörungen
  • Migräne
  • Bettnässen
  • Hyperaktivität bei Kindern
  • Stressabbau
  • Gesundheitsvorsorge

 

Kontraindikationen

  • akute Infektionen
  • Tumore
  •  akute Verletzungen (z. B. Knochenbrüche)
  •  offene Wunden


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Wirbelsäulentherapie nach Dorn & Breuss

 

Definition

Durch die Dorn-Methode werden auf sehr sanfte Art und Weise Gelenke und verschobene Wirbel gerichtet bzw. an ihren Ursprungsort  gebracht, wodurch die gesamte Statik , vor allem die der Wirbelsäule, ausgeglichen wird. Verschobene Wirbel lassen sich leicht ertasten und mit gezieltem Druck während einer langsamen Eigenbewegung gefahrlos zurück bringen. Bänder und Sehnen werden dabei nicht überlastet. Es findet kein „Einrenken“ statt. Die Mitarbeit des Patienten ist Grundvoraussetzung für den Erfolg der Methode.

Eine ideale Vorbereitung für die Dorn Therapie ist die Breuss-Massage - eine sanfte Massage des Rückens, die seelische und körperliche Verspannungen löst und die Regeneration unterversorgter Bandscheiben einleitet.

 

Entwicklung

Der Sägewerksbesitzer, Dieter Dorn, hatte sich während seiner Arbeit einen schweren Hexenschuss zugezogen. Er suchte einen Bauern im Ort auf, der bekannt dafür war, Leuten mit Rückenproblemen zu helfen. Der Bauer konnte ihn schnell von seinem Schmerz befreien. Von der effektiven Methode angetan, wollte Herr Dorn diese erlernen. Der Bauer sagte zu ihm: „Du kannst das auch“, verstarb jedoch nach einer Woche, ohne weitere Erklärungen. Auf intuitive Weise versuchte Herr Dorn zunächst, Menschen in seiner engeren Umgebung zu helfen. Durch die Erfolge war er selbst überrascht. Auf diese Art angespornt, entwickelte er nach und nach selbständig eine eigene Methode, die inzwischen von mehreren Tausend Therapeuten erlernt wurde und wird.

Später entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen Dieter Dorn und dem österreichischen Heilpraktiker und Therapeuten Rudolph Breuss, der mit seiner Massagetechnik eine feinfühlige, aber kräftige Rückenmassage entwickelt hatte, die durch Lockerung und sanfte Streckung der Wirbelsäule und des Kreuzbeins sowohl seelische, als auch energetische und körperliche Blockaden zu lösen vermag.

 

Grundlagen und Wirkungsweise

Die Methode Dorn ist eine einfach zu erlernende und anzuwendende Form der sanften manuellen Therapie. Gelenke und Wirbel, die nicht exakt in ihrer Ursprungsposition sitzen, können gefahrlos und millimetergenau wieder in die richtige Position gebracht werden. Dies geschieht in der Dynamik unter aktiver Mithilfe des Patienten und somit im natürlichen Bewegungsfluss des Menschen.

Im Gegensatz zur Technik des Einrenkens oder der Chiropraktik beispielsweise, die meist ruckartig ausgeführt werden, Überdehnungen der Muskulatur oder Bandstrukturen und einen Schock für den Körper auslösen können, ist die Methode Dorn als sehr sanft anzusehen. Der Dorn-Therapeut folgt dem Grundsatz, nur maximal bis zur Schmerzgrenze zu gehen.

Die Dorn-Methode ist sehr ungefährlich, da keine Thromben durch ruckartiges Überdehnen der Gewebsstrukturen gelöst werden können und bietet den Vorteil, dass der Patient im Normalfall ziemlich schlagartig von seinem Schmerz befreit sein kann.

Die Breuss-Massage findet ihre Anwendung vor oder nach einer Dorn-Behandlung, ist aber auch als selbständige Therapiemethode anwendbar. Insbesondere bei Bandscheibenleiden ist die Breuss-Massage sehr wirkungsvoll. Durch die spezielle Massagetechnik und das in großer Menge einmassierte Johanniskrautöl sollen das Gewebe und insbesondere die Bandscheiben wieder elastisch und geschmeidig werden. Die Massage wirkt energetisierend und ausgleichend.

 

Indikationen

  • Rückenprobleme
  • Hexenschuss
  • Bandscheibenbeschwerden (Achtung: Kontraindikation bei Bandscheibenvorfall für Dorn-Methode!)
  • Beckenschiefstand
  • Beinlängendifferenz
  • Skoliose
  • Verspannungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Morbus Scheuermann
  • Morbus Bechterew -> Die Wirbelsäule kann nur behandelt werden, wenn die Wirbel bereits verwachsen sind.
  • Eine Behandlung der Gelenke ist dagegen möglich.
  • Brüche -> sollten bereits verheilt sein (meist nach ca. 6-8 Wochen = ärztlich abklären lassen)
  • nach Bandscheiben-Operation erst nach ca. 4 Wochen sanft beginne
  • nach Hüftgelenks-Operation erst nach ca. 4 Wochen sanft beginnen; dabei starke Innenrotation im Hüftgelenk meiden!!!


Kontraindikationen

  •  frische Verletzung (z. B. nach Unfall)
  •  akute Entzündungen / Wirbelentzündungen
  • Bandscheibenvorfall für Dorn-Methode
  • Osteoporose im fortgeschrittenen Stadium (Gefahr von Spontanfrakturen)
  • Neigung zu Knochenbrüchen oder Blutergüsse
  • Immobilitä
  • Tumor+Krebspatienten
  • fortgeschrittene Schwangerschaft (ab 6. Monat nicht mehr anwenden)
  • Unverträglichkeit der verwendeten Öle bei der Breuss-Massage



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